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Queer-migrantische Gemütszustände und aktuelle Erfahrungen

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Auf dem schwarzen Boden bleiben die Fußspuren der Besucher als helle Schmutzflecken erhalten. „So wird Migration sichtbar“, sagen die beiden Kuratoren Emre Busse und Aykan Safoğlu. Das schwarze PVC ist ein Tanzboden, mit dem der Ausstellungsraum eigens ausgelegt wurde. Er verändert subtil das Gefühl des eigenen Gehens in ein leicht gefedertes. Die Weichheit des türkischen ğ schwingt so beinahe wie von selbst in den Körper hinein, im Gegensatz zum beschwerlichen Versuch der bewussten sprachlichen Aneignung.

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König für einen Tag: ONE FINE DAY öffnet Kindern die Türe zur Kreativität

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„Wenn ich groß bin, möchte ich Präsident sein“, verkündet der Junge vor laufender Kamera. „Hier gibt es so viele Terroristen“.  Sein Wunsch sei es, sein Heimatland Kenia sicher zu machen. In der nächsten Szene des Videos, das derzeit im „me Collectors Room Berlin“ zu sehen ist, stimmen Kinder ein Lied an. Ein Lied, das Nelson Mandela gewidmet ist.

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Das Besondere im Normalen

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„Als Vertreter der Generation, die alles von etwas weiß, habe ich auch eine Verantwortung für die junge Besuchergeneration, die von allem etwas weiß“, betonte Paul Spies. Daher sei es eine Selbstverständlichkeit, die digitalen Medien in eine Ausstellung einzubeziehen,
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Ich möchte die Welt ein wenig besser machen – ein Interview mit Yulia Belousova

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Yulia Belousova ist freie Kuratorin, pendelt zwischen Berlin und Moskau und persifliert in ihren partizipatorischen Ausstellungskonzepten den Kunstmarkt. Sie studierte Medien und Kunst in Hamburg und Neapel. Trotz der nicht so einfachen Visa-Bestimmungen für Russ_innen folgten Stationen in Hamburg, Berlin, Mailand und Paris, wo sie vielfältige Erfahrungen im Kunstbetrieb,  in der Künstler-Recherche, im Projektmanagement, als Produktionsassistentin im Film und als Galerie-Assistentin machte. Mit 22 Jahren startete sie ihr erstes selbstständiges Projekt und gründete 2015 Ephemeral Dinner – eine intime Fusion zweier Genussfreuden, nämlich des Sehens und des Schmeckens.

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Ein digitaler Musenkuss

Roman Lipski, Unfinished I, 2016, Acryl auf Leinwand, 238 x 303 cm. Foto von Hans-Georg Gaul
Sinnlich, schön, geduldig, verständnisvoll. Ein bisschen Mutter, ein bisschen Managerin und vor allem: dem Meister eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Mit dieser überkommen Vorstellung hat die Muse Roman Lipskis wenig gemein. Sie ist eher kühl berechnend als mitfühlend.
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Viva Arte Viva

Christine Macel
"Es lebe die Kunst" - Unter diesem Motto hat am Montag in Venedig Christine Macel ihr Konzept für die Biennale di Venezia bekanntgegeben. Auch machte sie die Liste der 120 Künstler aus 84 Ländern publik, deren Arbeiten dort
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