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Kulturverknüpfungen „Über den Teppich“ – eine Ausstellung in der ifa-Galerie

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Leuchtend rote Flusen sind eingebettet in blau-weiße Wellenbewegungen, die in einem tiefen Schwarz münden. Der Titel „Feuer im Ozean“ hilft, das Werk zu deuten, das dennoch in seiner abstrakt malerischen wie gleichsam haptischen Erscheinung irritiert und temperamentvoll in den Raum strebt. Der marokkanische Künstler Mostafah Maftah nennt seine Bildteppiche Farbobjekte und verweist damit die Kunst auf das Handwerk – und umgekehrt.

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Das Besondere im Normalen

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„Als Vertreter der Generation, die alles von etwas weiß, habe ich auch eine Verantwortung für die junge Besuchergeneration, die von allem etwas weiß“, betonte Paul Spies. Daher sei es eine Selbstverständlichkeit, die digitalen Medien in eine Ausstellung einzubeziehen,
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Ein digitaler Musenkuss

Roman Lipski, Unfinished I, 2016, Acryl auf Leinwand, 238 x 303 cm. Foto von Hans-Georg Gaul

Sinnlich, schön, geduldig, verständnisvoll. Ein bisschen Mutter, ein bisschen Managerin und vor allem: dem Meister eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Mit dieser überkommen Vorstellung hat die Muse Roman Lipskis wenig gemein. Sie ist eher kühl berechnend als mitfühlend. Und ihre Schönheit zu erkennen, verlangt einiges an Vorstellungskraft. Oder innige Liebe zur Mathematik, denn Roman Lipskis Muse ist ein Algorithmus.

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Viva Arte Viva

Christine Macel
"Es lebe die Kunst" - Unter diesem Motto hat am Montag in Venedig Christine Macel ihr Konzept für die Biennale di Venezia bekanntgegeben. Auch machte sie die Liste der 120 Künstler aus 84 Ländern publik, deren Arbeiten dort
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Vadim Zakharov – Die Methode „Shivas“

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Vadim Zakharov lehrt uns, wie sinnfällig und gleichermaßen hinfällig Kategorien sind. Er agiert als Sammler, Archivar, Verleger oder Kurator und doch immer als Künstler. Als Künstler stellt er jedoch nicht die unterschiedlichen Tätigkeiten als abstrahierte oder konkrete, konzeptuelle künstlerische Aktionen vor, sondern lebt all diese „Rollen“ und führt sie mit der eigenen notwendigen Konsequenz aus. Diese professionellen Tätigkeiten haben ein Gemeinsamkeit: Sie wirken vorrangig in eigenen Ordnungssystemen, die wiederum zu jeweiligen Kategorisierungen beitragen. Wie lassen sich all diese Kategorisierungen unterlaufen? Wie der Philosoph Boris Groys hervorhebt, “übernimmt Vadim Zakharov alle Arbeiten des Kunstsystems – Künstler, Kurator, Kritiker, Designer, Verleger, Biograph, Archivar, Dokumentarfilmer, Historiker und Dolmetscher -, um seine kulturelle Autonomie zu bestätigen.“ (Boris Groys, „Das Versprechen der Autonomie“, in Vadim Sakharov: 25 Jahre auf einer Seite, Tretjakow-Galerie, Moskau 2006)
Für sein Video-Archiv nutzt Vadim Zakharov die formalen Ordnungssysteme der Akte und des Ordners, gestaltet sie aber als ein animiertes System, in dem das Publikum Zeit hat, zu sehen oder seine Erfahrungen mit einer Gemeinschaft zu teilen. Das Archiv umfasst 25 Jahre Moskauer Konzeptkunst mit über 230 Filmen von Solo- und Gruppenausstellungen in Russland sowie im Ausland von 1989 bis 2014. Sein jüngstes Projekt „Artist to Artist“ begann der Künstler Vadim Zakharov mit einer Einladung an die Kunstwelt, eine unbenannte Zeichnung gestalterisch frei zu kommentieren. Die künstlerischen Reaktionen auf das Kunstwerk waren in der Ausstellung „Eine Arbeit – 35 Kommentare“ im Oktober 2016 vereint.

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Von alternativen Kunsträumen lernen

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Derzeit wird viel nachgedacht, diskutiert und debattiert über Neukonzeptionen für Museen und Kulturinstitutionen für das 21. Jahrhundert, die sowohl globale Zusammenhänge adäquat wie zeitgemäß neu sortieren, präsentieren und vermitteln als auch durch Öffnung die Teilhabe einer großen Allgemeinheit
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Welches Gehäuse braucht die Kunst?

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„Schneller, höher, weiter“. So entwickelt sich der Kunstmarkt. Was jene, die einen kommerziellen Maßstab anlegen, jubeln lässt, beobachtet Alexander Ochs seit vielen Jahren mit Skepsis. In seinem Impulsvortrag am 25. November in der Berliner St. Pius-Kirche zog Ochs
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