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Sharing Events

  • Fr
    08
    Sep
    2017
    Mo
    27
    Nov
    2017
    Schwules Museum*, Lützowstraße 73, 10785 Berlin

    Ein marokkanischer Innenhof: in der Mitte sitzt Charles W. Leslie, vor ihm liegt sein Schäferhund „Joy“. Wuchernde Vegetation. Vasen mit Blumen. Exotik. Ein Springbrunnen, dessen Fontäne sich beim zweiten Hinsehen als Wolke kopulierender Männer entpuppt. Jünglinge als Baumstämme. Auch eine Schlange windet sich als Symbol der Ursünde und der Verführung. Ein Triptychon der sexuellen Erregung. Selbst die orientalischen Kacheln outen sich. Wohin der Blick auch fällt: überall Liebe, diese Liebe, die Oscar Wilde in seinem Prozess als Liebe, die ihren Namen nicht nennen darf, umschrieb. Generationen von schwulen Männern und einige wenige lesbische Frauen erkannten Marokko als ihren Sehnsuchtsort, als ihr Paradies. Wilde führt Gide in das orientalische Laster ein. Die Dichter der Beatgeneration besuchen Paul und Jane Bowles in Marrakesch. Modeschöpfer und reiche Erben lassen sich hier nieder. Roland Barthes besingt die arabischen Jungs. Auch Charles W. Leslie, der mit seinem Partner Fritz Lohmann das Museum of Gay und Lesbian Art in New York gründete, hat ein Refugium in der traumhaften Altstadt von Marrakesch. Kai Teichert war hier 2016 zu Gast. Der zweite Blick auf seine wandfüllende Hommage an Charles Leslie offenbart die Tiefenschichten sexueller Erregung. Jede Arabesque ein Vexierspiegel: … denn alle Lust will Ewigkeit.

     

    Die Collagen Kai Teicherts bestehen aus intimen fotografischen Einblicken. Seine Obstkörbe, Vögel und Blumenstilleben geben sich als Ausschnitte menschlicher Körper zu erkennen. Kai Teichert portraitiert Personen: er fotografiert ihre nackten Körpern, schneidet Details aus und setzt sie zu neuen Bildfindungen zusammen. Die so verfremdeten intimen Puzzleteile geben sich erst bei genauer Betrachtung zu erkennen. Kai Teicherts Collagen waren zum Teil bereits im Leslie-Lohman Museum for Gay and Lesbian Art in New York City zu sehen und werden in Berlin erstmals ausgestellt.

  • Do
    28
    Sep
    2017
    So
    14
    Jan
    2018
    tg. 14-18.00 Uhr, außer Mo.ifa-Galerie Berlin, Linienstr. 139/140, 10115 Berlin

    In „Every Mask I Ever Loved“ präsentiert Wura-Natasha Ogunji eine Reihe neuer Arbeiten in Form von Zeichnungen und Performances – darunter auch Wiederaufführungen ihrer Performances „Sweep“, „The Kissing Mask“ und „If I loved you“ – und setzt damit ihre Untersuchungen zur Präsenz von Frauen im öffentlichen und privaten Raum fort. Begleitend zu den Performances zeigt die Ausstellung außerdem Arbeiten wie Stoffmasken und Videos, die in den Performances eine tragende Rolle spielen oder sich auf diese beziehen.

  • Fr
    29
    Sep
    2017
    So
    19
    Nov
    2017
    Museum Nikolaiikirche, Nikolaikirchplatz, 10178 Berlin

    Berlins ältestes Bauwerk wird zum Schauplatz zeitgenössiccher Kunst: Vom 29. September bis 19. November zeigt die japanische Künstlerin Chiharu Shiota im Museum Nikolaikirche die Rauminstallation LOST WORDS. Ein dichtes Gespinst aus schwarzen Fäden und vielsprachigen Bibelseiten verwandelt das Kirchenschiff in ein Sinnbild für die globale Verflochtenheit der Reformation, zu deren Zentren auch die Berliner Nikolaikirche zählte. Die Installation regt zur Auseinandersetzung an: Welche Geschichten prägen uns heute? Wie verändern sie sich in den weltweiten Migrationsprozessen?

    Die Ausstellung wird von Konzerten, Diskussionen und Führungen begleitet. Das gesamte Angebot finden Sie im Flyer

  • Sa
    30
    Sep
    2017
    Do
    08
    Mrz
    2018
    DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main

    die Ausstellung „FRAU ARCHITEKT – Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“ im Deutschen Architekturmuseum erzählt die Architekturgeschichte neu – aus der Perspektive von Frauen, die seit über hundert Jahren die Architektur prägen und dabei immer mehr aus dem männlichen Schatten treten. Exemplarisch in 22 Porträts, Werkbeispielen und ganz persönlichen Geschichten von Frauen in Deutschland dargestellt, wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt, um möglichst vielen Gesicht und Stimme zu geben.

     

  • Fr
    13
    Okt
    2017
    Do
    23
    Nov
    2017
    Benhadj&Djilali Torstraße 170 | 10115 Berlin

    Mit Study for a Soap präsentiert Emmanuel Tussore seine erste Einzelausstellung in Deutschland. Das Werk ist Teil seines laufenden Projekts Aleppo Soap, welches der ältesten Seife der Welt gewidmet ist. Bisher sind eine Reihe von Skulpturen, Installationen und Fotografien entstanden, in denen der Künstler das Material über die unterschiedlichen Medien erkundet. Für die Galerie Benhadj&Djilali in Berlin entwickelt er eine spezifische Installation.
    Eine Variante von Aleppo Soap wurde im April 2017 im Palazzo Litta in Mailand ausgestellt, wo das Werk auf große öffentliche Beachtung gestoßen ist. Ein anderer Meilenstein in seinem Oeuvre ist der Film Sirens, der 2017 auf der Berlinale gezeigt wurde. Der Film behandelt Themen wie Migration und Identitätsverlust und hinterfragt grundlegende Auffassungen von Gemeinschaft und Humanismus. Das Projekt Aleppo Soap führt die Untersuchung dieser Inhalte fort, stellt aber dabei den historischen und kulturellen Kontext der Seife aus Aleppo in den Vordergrund.

    Weitere Informationen

  • Sa
    14
    Okt
    2017
    So
    19
    Nov
    2017
    neue Gesellschaft für bildende Kunst Oranienstraße 25, 10999 Berlin

    In der nGbK werden erstmals Arbeiten von Lois Weinberger in einem größeren Werkzusammenhang gezeigt, die in der Zeit des Berliner Stipendiums (Künstlerhaus Bethanien 1994/95) entstanden sind oder darauf Bezug nehmen. Im kuratorischen Experiment KONJUNKTIONEN wird das komplexe Gesamtwerk Weinbergers mithilfe der beiden künstlerischen Positionen von Heath Bunting und Ladislav Zajac - in den Rollen eines Satelliten und eines Reflektors - aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und diskursiv erweitert.

    Eine Ausstellung des RealismusStudio mit Interventionen im Stadtraum, Rahmenprogramm und Publikation

  • Sa
    21
    Okt
    2017
    So
    08
    Apr
    2018
    
ZKR I Schloss Biesdorf Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin

    Die Architekturskulptur Nalepastraße: raumstruktur02' setzt eine Projektreihe von raumlaborberlin fort, die 2003 in Halle-Architekturskulptur mit dem Kunstprojekt „Hotel-Neustadt“ ihren Anfang nahm. Die im ZKR verwendeten Türen sind Ausstellungsarchitektur und Raumskulptur zugleich. Sie stammen aus einem Plattenbau am Funkhaus an der Nalepastraße – ein noch immer weitgehend unentdecktes Areal.

    Die Rauminstallation für die seit der Wende andauernde Transformation Berlins, die neue Orte entstehen und andere in Vergessenheit geraten lässt. Doch wer entscheidet in einer Stadt welche Orte verschwinden? Können Narrative einen Ort vor dem Verschwinden bewahren? Wie wollen wir das Narrativ der Innenstadt Berlins weiterschreiben?
    Mehr zkr-berlin.de/de/ausstellung/ und raumlabor.net/raumstruktur01/

  • So
    22
    Okt
    2017
    So
    11
    Feb
    2018
    KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst Am Sudhaus 3, 12053 Berlin
    Unsere globalisierte Gegenwart kann als Zeitalter der Ruinen charakterisiert werden. Weltweite politische Instabilität und medial omnipräsente Bilder der Zerstörung liefern uns Ruinen quasi frei Haus. Anders als in der klassischen Betrachtung der Ruine, der gedankenverlorenen Meditation über eine ferne Vergangenheit, steht heute die Frage nach den konkreten Ursachen von Ruinen im Vordergrund. Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung Ruinen der Gegenwart thematisieren, wie Ruinen zu Indikatoren politischer, wirtschaftlicher oder ökologischer Prozesse werden und zu ästhetischen Spekulationen über die Zukunft anregen. Die Ausstellung spannt einen Bogen von den urbanen Interventionen Gordon Matta-Clarks im New York der 1970er Jahre bis zu den jüngsten Zerstörungen archäologischer Artefakte im Mittleren Osten; sie thematisiert aber auch Spuren von Landschaftsausbeutung und Industriebrachen im lokalen Umfeld.
    Kuratiert von Julia Höner und Ludwig Seyfarth.
  • Fr
    27
    Okt
    2017
    Fr
    01
    Mrz
    2019
    Museumsinsel Berlin, Bode-Museum Am Kupfergraben, 10117 Berlin

    Unvergleichlich und ungewöhnlich: Über 70 Hauptwerke afrikanischer Skulptur aus dem Ethnologischen Museum sind zu Gast im Bode-Museum. Kunst aus West- und Zentralafrika trifft auf Meisterwerke aus Byzanz, Italien und Mitteleuropa – noch nie wurden die Skulpturentraditionen der beiden Kontinente so umfangreich miteinander verglichen. Im direkten und intensiven Dialog geht es um die großen Themen der Menschen: Macht und Tod, Schönheit und Ästhetik, Identität und Erinnerung – veranschaulicht anhand von 20 Gegenüberstellungen,

    Begleitend zur Ausstellung erscheinen ein umfangreicher Katalog sowie eine App, die die Themen der Ausstellung pointiert vertiefen.

  • Sa
    04
    Nov
    2017
    Di
    21
    Nov
    2017
    tgl. 10.00 - 20 UhrGalerie im Körnerpark Schierker Str. 8, 12051 Berlin

    Ausgangspunkte des Projektes sind bis heute wirksame kolonialistisch geprägte Denkweisen, Bildwelten und Wissenskategorien, deren geschichtliche Konstruktionen offengelegt und reflektiert werden.
    Mit Arbeiten von:
    Akinbode Akinbiyi, Maria Thereza Alves, Hasan Aksaygin & Aykan Safoglu, Nathalie Anguezomo Mba Bikoro & Anaïs Héraud-Louisadat, Pauline Boudry & Renate Lorenz, Antye Greie aka AGF, Rajkamal Kahlon, Susanne Kriemann, Marisa Maza, Judith Raum, Mathilde ter Heijne, Katrin Winkler, Moira Zoitl

    weitere Ort: neue Gesellschaft für bildende Kunst
    2. Dez 2017 –  21. Jan 2018

     

  • Sa
    11
    Nov
    2017
    So
    08
    Apr
    2018
    Zeppelin Museum, Seestraße 22, 88045 Friedrichshafen

    Mit Fortschritten in Forschung und Technik, mit dem immer authentischeren Eintauchen in virtuelle Welten geht eine Bildrevolution einher, die unsere Wahrnehmung von Bildern und unser Verhältnis zur Wirklichkeit grundlegend verändert. Wie stark wirken virtuelle Raumbilder bereits heute in unterschiedliche Lebensbereiche und wie prägen sie unseren Alltag in Zukunft? Welche Rolle spielen virtuelle Räume in Kunst und Kultur? Und welche gesellschaftspolitischen Dimensionen sind damit verknüpft? Welche Narrative und welche Ästhetik entwickelt die virtuelle Kunst?
    Als Drache durch Fantasiewelten gleiten, die simulierte Vergangenheit erkunden, entfernte Planeten betreten und die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten – mit Virtual Reality ist so ziemlich alles möglich. Räumliche und zeitliche Distanzen werden aufgehoben, Identitäten und Körper hinterfragt. In einige dieser “schönen neuen Welten“ entführt die kommende Ausstellung des Zeppelin Museums und reflektiert dabei kritisch die unterschiedlichen Spielarten virtueller Realitäten sowie deren gesellschaftspolitische Dimensionen.
    Vor diesem Hintergrund präsentiert die Ausstellung „Schöne neue Welten. Virtuelle Realitäten in der zeitgenössischen Kunst“ 13 internationale künstlerische Positionen: Halil Altindere, Salome Asega & Reese Donohue & Tongkwai Lulin, Trisha Baga, Banz & Bowinkel, micha cárdenas, Harun Farocki, Forensic Architecture, Sidsel Meineche Hansen, Florian Meisenberg, The Nest Collective. „Im Spannungsfeld von Illusion und kritischer Distanz reflektieren die KünstlerInnen die Anwendung virtueller Technologien in der Forensik, in der Pornoindustrie und als Bestandteil der modernen Kriegsführung. Denn die Kontrolle über den virtuellen Raum ist zugleich auch immer mit einer Kontrolle über den realen Raum verbunden. Virtualität und Realität sind damit auf das Engste miteinander verschränkt.“ (Ina Neddermeyer, Kuratorin der Ausstellung) 
  • Fr
    17
    Nov
    2017
    Mo
    02
    Apr
    2018
    Mi – Mo, 12 – 18 Uhrme Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht Auguststraße 68, 10117 Berlin

    Mit der Ausstellung Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia geben die National Gallery of Australia (NGA) und der me Collectors Room Berlin einen umfangreichen Einblick in die Welten traditioneller und moderner Kunst der australischen Aborigines und der Bewohner der Torres-Strait-Inseln zwischen Australien und Papua-Neuguinea.

    Die ausgestellten Exponate reichen vom frühen 19. Jahrhundert bis zu zeitgenössischen Werken von Künstlern aus allen Regionen des Kontinents. Mit einer Auswahl von rund 180 Arbeiten zeigt die National Gallery of Australia die Highlights ihrer Sammlung mit Werken der bedeutendsten indigenen KünstlerInnen Australiens. Gemälde und Malerei, Videos, Skulpturen, Installationen, aber auch traditioneller Schmuck, Kopfbedeckungen und Ritual- und Gebrauchsgegenstände zeigen die große Vielfalt der Kunststile und ihre jüngere Entwicklung.

    Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia ist eine Ausstellung der National Gallery of Australia.
    Das Projekt wurde mit Unterstützung der australischen Regierung ermöglicht.

  • Sa
    18
    Nov
    2017
    16-18 UhrBerlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin

    Für die Ausstellung "„Jeanne Mammen. Die Beobachterin" bietet die Berlinische Galeriewieder wieder für blinde und seheingeschränkte Besucher*innen  Tastführungen an. Ein Dialog in kleinen Gruppen
    Führungsgebühr im Museumseintritt enthalten Anmeldung unter Tel. +49 (0)30-247 49-888 oder per Mail: museumsinformation@kulturprojekte.berlin

    Weitere Termine: So 10.12.2017, 11–13 Uhr/ Sa 06.01.2018, 16–18 Uhr

  • Sa
    18
    Nov
    2017
    So
    19
    Nov
    2017
    14.00 - 18.00 UhrSAVVY Contemporary | Plantagenstraße 31 | 13347 Berlin

    Die Basis des Projektes STRICKEN, die Installation sind Interviews mit afrodeutschen Frauen deren weiße Großmütter in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt haben. Wie gehen die verschiedenen Generationen dieser speziellen familiären Verbindungen miteinander um? Welche Ideale werden weitergeben? Welche werden übernommen, welche kritisiert, hinterfragt, verändert oder abgelehnt? Was denken Afrodeutsche über die nationalsozialistische Vergangenheit ihrer Großeltern? Wie beeinflusst dieses Wissen die Beziehung? Wie beeinflusst dies den Blick auf sich selbst? Die kritische Auseinandersetzung mit dem Erbe unserer Vorfahren, wie wir uns zu diesen Mustern und Verstrickungen verhalten, bildet den Kern dieser interdisziplinären Arbeit.

    Den visuellen Rahmen des Projektes gestaltet eine raumgreifende textile Installation. Textiles Material, Stoffe aus dem Alltag der Interviewpartnerinnen: vererbte und verlebte Reste deutscher Familiengeschichten. Sie sind zu großen Stoffbahnen vernäht, wie schwebende Raumteiler. Die Interviews mit Afrodeutschen, befragt zur nationalsozialistischen Vergangenheit ihrer Großeltern, offenbaren familiäre Intimitäten und Konflikte.

    Die Anregung dafür gab das Buch „Amon Göth. Mein Großvater hätte mich erschossen“ von Jennifer Teege, die als 38jährige erfuhr, dass sie die Enkelin des Konzentrationslager-Kommandanten Amon Göth ist.

    „Wer mit Joseph Goebbels, Heinrich Himmler, Hermann Göring oder Amon Göth verwandt ist, der ist gezwungen, sich mit seiner Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Aber was ist mit all den anderen, die meine Generation nur als liebevolle Omas und Opas kennengelernt hat?“ (Jennifer Teege)

    Die Basis des Projektes STRICKEN, die Installation sind Interviews mit afrodeutschen Frauen deren weiße Großmütter in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt haben. Wie gehen die verschiedenen Generationen dieser speziellen familiären Verbindungen miteinander um? Welche Ideale werden weitergeben? Welche werden übernommen, welche kritisiert, hinterfragt, verändert oder abgelehnt? Was denken Afrodeutsche über die nationalsozialistische Vergangenheit ihrer Großeltern? Wie beeinflusst dieses Wissen die Beziehung? Wie beeinflusst dies den Blick auf sich selbst? Die kritische Auseinandersetzung mit dem Erbe unserer Vorfahren, wie wir uns zu diesen Mustern und Verstrickungen verhalten, bildet den Kern dieser interdisziplinären Arbeit.

    Den visuellen Rahmen des Projektes gestaltet eine raumgreifende textile Installation. Textiles Material, Stoffe aus dem Alltag der Interviewpartnerinnen: vererbte und verlebte Reste deutscher Familiengeschichten. Sie sind zu großen Stoffbahnen vernäht, wie schwebende Raumteiler. Die Interviews mit Afrodeutschen, befragt zur nationalsozialistischen Vergangenheit ihrer Großeltern, offenbaren familiäre Intimitäten und Konflikte.

    Die Anregung dafür gab das Buch „Amon Göth. Mein Großvater hätte mich erschossen“ von Jennifer Teege, die als 38jährige erfuhr, dass sie die Enkelin des Konzentrationslager-Kommandanten Amon Göth ist.

    „Wer mit Joseph Goebbels, Heinrich Himmler, Hermann Göring oder Amon Göth verwandt ist, der ist gezwungen, sich mit seiner Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Aber was ist mit all den anderen, die meine Generation nur als liebevolle Omas und Opas kennengelernt hat?“ (Jennifer Teege)

    Magda Korsinsky, ist eine Bildende Künstlerin, Choreographin und Dozentin mit tschechisch-eriträischem Hintergrund. 1981 in Prag geboren und in Stuttgart aufgewachsen studierte sie Bildende Kunst an der UdK Berlin, ENSBA Paris und AVU Prag. Seit ihrem Meisterschüler im Sommer 2007 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und absolviert zahlreiche Ausstellungen (Haus am Lützowplatz, Galerie Bourouina, Kunstraum Kreuzberg Bethanien, Kunsthaus Dresden, Künstlerhaus Sootbörn, Städtische Galerie Böblingen, Galerie Dengler und Dengler, Stuttgart, etc.). Für ihre Siebdruckarbeiten erhielt sie den Anerkennungspreis "Screening 2014" des Fördervereins für bildende Künstlerinnen und Künstler in der Region Hildesheim e.V. Im November 2014 erhielt sie in Ahrenshoop den Kunstpreis des Freundeskreises „Neue Kunst hat Freunde“. Ihre choreographischen Arbeiten wurden u.a. zu den Tanztagen in den Sophiensaelen eingeladen, im Maxim Gorki Theater, in den Uferstudios und im Ballhaus Naunynstraße gezeigt.

     

  • Mi
    22
    Nov
    2017
    18.00-21.00 Uhr (dann Empfang)Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, 14195 Berlin

    Die EU ist eine Wertegemeinschaft. So steht es im EU-Vertrag. Und so wird es auch von Seiten europäischer Spitzenpolitiker gerne betont. Demokratie, Rechtsstaat, Solidarität – diese Werte bilden, so heißt es, das Fundament, auf dem die EU und ihre Mitgliedstaaten stehen. Aber stimmt das eigentlich noch?

    Wer die aktuelle politische Landkarte Europas studiert, muss bezweifeln, dass die EU-Mitgliedstaaten dieselben Werte teilen. In Polen und Ungarn lässt sich nur noch eingeschränkt von Demokratie und Rechtsstaat sprechen. Die viel gepriesene Solidarität wird – in der Flüchtlingspolitik, in Verteidigungsfragen oder der Euro-Rettung – von allen Mitgliedstaaten gerne eingefordert, doch nur selten zugunsten der anderen geübt. Was soll, was kann die EU in dieser Situation tun? Welche Möglichkeiten hat Brüssel, die Mitgliedstaaten zur Beachtung der vermeintlich gemeinsamen Werte zu zwingen? Wer definiert diese Werte überhaupt? Besteht die Lösung vielleicht in einem „Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten“? Und welche Haltung vertritt die neue Bundesregierung zu all dem? (PM)

  • Fr
    24
    Nov
    2017
    19.00-21.00 UhrUdK-Probensaal Bundesallee 1–12, 10719 Berlin (U-Bahn Spichernstr.)

    Die Hybrid Plattform und die Schering Stiftung starten mit »Hybrid Encounters« eine neue Veranstaltungsreihe zum Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft in hybriden Darstellungsformen: Hochkarätige, internationale Gäste aus Kunst und Wissenschaft erhalten eine carte blanche für die Gestaltung eines Abends mit einer Berliner Persönlichkeit, die komplementär zum eigenen Hintergrund entweder künstlerisch oder wissenschaftlich tätig ist.

    Den Auftakt gestalten die Choreografin und Tänzerin Siobhan Davies und der Neurologe Prof. Dr. Arno Villringer. Sie fragen nach dem Zusammenspiel von Körper und Gehirn, nach verkörpertem Wissen und den emotionalen Auswirkungen neuronaler Funktionen. Tanz hat förderliche Auswirkungen auf unser Gehirn. Wie können Neurowissenschaftler und Tänzer beim Erforschen von Tanz kooperieren und dessen komplexe geistig-körperliche Koordination adressieren? Wie aktiviert Tanz unser körperliches Bewusstsein? Ist Tanz die ursprünglichste non-verbale Sprache?

  • Sa
    09
    Dez
    2017
    So
    04
    Mrz
    2018
    Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin

    Das Thema der Begegnung verschiedener Kulturen hat seit den ersten fruchtbaren Kontakten bis heute nichts an Aktualität verloren. Die immer wieder aufbrechenden Konflikte zwischen den unterschiedlichen Ethnien, Religionen und Weltanschauungen lassen leicht vergessen, welch große Bedeutung Dialog und Kommunikation für die Entwicklung der jeweiligen Zivilisationen gehabt haben. Sie wird getragen von Kräften, die das Streben nach sachlicher Erkenntnis und den Respekt vor den Errungenschaften des jeweils Anderen verbinden. Religiös motivierte Fragestellungen gaben vielfach den Anstoß für die wissenschaftliche Auseinandersetzung; gleichzeitig verhinderten sie aber auch die Akzeptanz kulturübergreifender Erkenntnisse.

    Die Ausstellung, erarbeitet von der Österreichischen Nationalbibliothek, widmet sich dieser überragenden Phase einer Begegnung der Kulturen. Vier große Schriftkulturen werden vorgestellt: die hebräische, die griechische, die arabische und die lateinische. Religiös motivierte Fragestellungen konnten zwar die Akzeptanz kulturübergreifender Erkenntnisse verhindern, gaben jedoch auch vielfach erst den Anstoß für wissenschaftliche Auseinandersetzungen.

    Die Ausstellung konzentriert sich auf die Zeit zwischen 500 und 1500 und auf Bereiche, die besonders vom interkulturellen Dialog profitiert haben, und stellt deshalb die seit der Antike viel diskutierten Themen Medizin, Astronomie und Astrologie in den Vordergrund. Es sind kostbare Dokumente in hebräischer, arabischer, griechischer und lateinischer Sprache, die ausgestellt werden. Die in der Mehrzahl mittelalterlichen Handschriften belegen eindrucksvoll wie grundlegende Erkenntnisse auf den Gebieten dieser Wissenschaften transportiert wurden. Die für alle Seiten fruchtbaren Begegnungen fanden primär an den Schnitt- und Berührungspunkten innerhalb des Nahen Ostens und des mediterranen Raumes statt. Dabei fungierten die Höfe der Kalifen und Fürsten sowie Schulen und die sich institutionalisierenden Universitäten als Schmelztiegel und Katalysatoren. Dort wurden die Texte übersetzt, die einzelnen Disziplinen diskutiert, die Auseinandersetzungen mit fremden Schriften und Sprachen gepflegt und somit die Voraussetzungen für die Rezeption von neuen Inhalten und deren Integration in die eigene Entwicklung geschaffen.

  • So
    10
    Dez
    2017
    11–13 UhrBerlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin

    Für die Ausstellung "„Jeanne Mammen. Die Beobachterin" bietet die Berlinische Galeriewieder wieder für blinde und seheingeschränkte Besucher*innen  Tastführungen an. Ein Dialog in kleinen Gruppen
    Führungsgebühr im Museumseintritt enthalten Anmeldung unter Tel. +49 (0)30-247 49-888 oder per Mail: museumsinformation@kulturprojekte.berlin

    Weiterer Termin:  Sa 06.01.2018, 16–18 Uhr

  • Sa
    06
    Jan
    2018
    16–18 UhrBerlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin

    Für die Ausstellung "„Jeanne Mammen. Die Beobachterin" bietet die Berlinische Galeriewieder wieder für blinde und seheingeschränkte Besucher*innen  Tastführungen an. Ein Dialog in kleinen Gruppen.
    Führungsgebühr im Museumseintritt enthalten Anmeldung unter Tel. +49 (0)30-247 49-888 oder per Mail: museumsinformation@kulturprojekte.berlin