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Sharing Events

  • Fr
    27
    Okt
    2017
    Fr
    01
    Mrz
    2019
    Museumsinsel Berlin, Bode-Museum Am Kupfergraben, 10117 Berlin

    Unvergleichlich und ungewöhnlich: Über 70 Hauptwerke afrikanischer Skulptur aus dem Ethnologischen Museum sind zu Gast im Bode-Museum. Kunst aus West- und Zentralafrika trifft auf Meisterwerke aus Byzanz, Italien und Mitteleuropa – noch nie wurden die Skulpturentraditionen der beiden Kontinente so umfangreich miteinander verglichen. Im direkten und intensiven Dialog geht es um die großen Themen der Menschen: Macht und Tod, Schönheit und Ästhetik, Identität und Erinnerung – veranschaulicht anhand von 20 Gegenüberstellungen,

    Begleitend zur Ausstellung erscheinen ein umfangreicher Katalog sowie eine App, die die Themen der Ausstellung pointiert vertiefen.

  • Sa
    01
    Dez
    2018
    Sa
    13
    Apr
    2019
    Times Art Center Berlin, Potsdamer Straße 87, 10785 Berlin

    Das Times Art Center Berlin (TACB) eröffnet am 30. November 2018 in Berlin als neuer experimenteller Raum für zeitgenössische Kunst aus China. In den vergangenen Jahren ist in China geschaffene Kunst – ob von Künstler*innen aus China oder aus dem Ausland – zu einem wichtigen Teil der globalen Kunstszene geworden. Nun ist es an der Zeit, diese Entwicklung in Berlin stärker sichtbar zu machen. Dazu möchte das TACB, eine dem renommierten Guangdong Times Museum im südchinesischen Guangzhou zugeordnete Organisation, einen Beitrag leisten. Das Times Art Center Berlin stellt einen bedeutenden Teil der chinesischen Kunstwelt vor, der im Westen weniger bekannt und auf dem globalen Kunstmarkt unterrepräsentiert ist – die experimentelle Kunstszene aus dem Perlflussdelta. Die dreiteilige Eröffnungsausstellung „The D-Tale, Videokunst aus dem Perlflussdelta“ wird kuratiert von HOU Hanru und XI Bei, künstlerische Leiterin des TACB.

  • Fr
    07
    Dez
    2018
    So
    28
    Apr
    2019
    MAXXI - National Museum of 21st Century Arts, Via Guido Reni, 4/a, 00196 Rome, Italy

    Starting in the 1960s, it was the artists who believed that the road was the modern intellectual, social and political battlefield. They took to the streets with invasions, surprises, disturbances, break-ins, rebellions; they have involved people, communities, have offered new points of view. From the 7th of December 2018 to the 28th of April 2019, MAXXI dedicates to them all, but also to architects, urban planners, and designers, The STREET. Where the world is made.

    More than 200 works from more than 140 artists to describe a space that is not only a fundamental manmade infrastructure, but a place crossed by multiple meanings, sometimes victim of visual and physical bombardment - signs, advertising, surveillance cameras, garbage – a place where shared practices and new technologies are experimented, and a showcase of projects stemming from the needs of the communities.

    The main partner is Enel, the Fondazione MAXXI’s first private partner, which has chosen to support this exhibition in particular due to its extraordinary cultural and research value, offering free admittance to a programme of seminars with architects, journalist, philosophers and artists.

    With THE STREET, MAXXI becomes a street-museum, capable of combining works, actions, events and artistic, architectural, urban and technological research, conceived by an international creative community, expanding the study already conducted in 2017 for the Bi-City Biennale of Urbanism/Architecture of Shenzhen with which the MAXXI team collaborated, on the most outstanding artistic experiences, that have reinterpreted the functions and identities of the street from the last two decades. The museum becomes a spokesperson for a reflection on the future of urban life and civil society, and on the function of artistic and cultural institutions.

    Curated by Hou Hanru together with the curatorial and research teams of the museum, The STREET. Where the world is made transforms MAXXI into an intense and somewhat chaotic street scene.

    Featured artists include: Alberto Garutti, Alfredo Jaar, Allora & Calzadilla, Andy Warhol, Archizoom, Barbara Kruger, Boa Mistura, Cao Fei, Chto Delat, Daniel Buren, Denise Scott Brown, Francis Alÿs, Halil Altindere, Jimmie Durham, Jonathas de Andrade, Kendell Geers, Kimsooja, Le Corbusier, Liu Qingyuan, Lucy + Jorge Orta, Marinella Senatore, Martin Creed, Moe Sat, Monica BonviciniNam June Paik, Olafur Eliasson, Pak Sheung-Chuen, Paola Pivi, Pedro Reyes, Rirkrit Tiravanija, Robert Venturi, Rosa Barba, Sam Durant, Sisley Xhafa, Thomas Hirschhorn, Ugo La Pietra, Vito Acconci, Yang Jiechang and Zhou Tao.

  • Sa
    15
    Dez
    2018
    So
    03
    Mrz
    2019
    Hôtel des Postes, Rue Wencker, 67000 Strasbourg

    Welchen Status hat der Mensch in einer digitalen Welt? Fragen nach persönlicher Freiheit und digitalem Dasein entstehen dort, wo Menschen und Objekte eng miteinander vernetzt sind, eine digitale Revolution ihren Lauf nimmt und das Internet als unerschöpfliche wie umstrittene Quelle von Wissen und Austausch wahrgenommen wird. Es sind die zentralen Fragen der ersten Strasbourg Biennale – eine zeitgenössische Untersuchung flankiert vom historischen Erbe der Stadt.

  • Sa
    15
    Dez
    2018
    So
    29
    Sep
    2019
    Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin Invalidenstraße 50/51, 10557 Berlin

    „The history of art and art’s condition at any time are pretty messy“ schreibt Donald Judd 1964 in einem Artikel, der sich der New Yorker Kunstszene widmet. Er wendet sich darin gegen traditionelle Unterscheidungen von Stilen und Gattungen und plädiert für eine ungezwungene Begegnung mit Kunstwerken. Judds Analyse einer lokalen Szene ist Ausgangspunkt für das Experiment, Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection und der Sammlung der Nationalgalerie, ergänzt durch ausgewählte Leihgaben, in den Kontext ihrer Entstehung zu bringen.

    Welche Kunst war prägend für Donald Judd? Was verbindet Konrad Lueg, Sigmar Polke und Gerhard Richter? Welche Galerien haben Bruce Nauman oder Jenny Holzer in ihren frühen Karrierephasen unterstützt? Mitunter ungewöhnliche Werk-Aufstellungen liefern Momentaufnahmen aus dem New York und Düsseldorf der 1960er- und 1970er-Jahre, dem Köln der 1980er-, dem Berlin und Los Angeles der 1990er-Jahre.

  • Sa
    12
    Jan
    2019
    Do
    18
    Apr
    2019
    Di bis So 11 – 18 Uhr, Do 11 –2 1 UhrALFRED EHRHARDT STIFTUNG, Auguststr. 75, 10117 Ber lin

    Zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum 2019 plant die Alfred Ehrhardt Stiftung vier Ausstellungen, die sich explizit mit dem Thema Bauhaus beschäftigen. Zu Beginn wird die Ausstellung Alfred Ehrhardt – Malerei, Zeichnung, Grafik gezeigt, die Ehrhardt nicht als Fotografen, sondern als Grafiker und Maler präsentiert. Insbesondere nimmt sie das bildnerische Werk seiner Bauhauszeit in den Fokus, das nach einer Einzelausstellung im Dessauer Meisterhaus Schlemmer 2007 nun erstmals auch in Berlin zu sehen ist.

    Während seines Aufenthalts am Dessauer Bauhaus im Wintersemester 1928/29 verkehrte Alfred Ehrhardt im Dunstkreis der Bauhaus-Größen wie Josef Albers, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Lyonel Feininger, die sein künstlerisches Werk wie auch seine spätere Lehrtätigkeit maßgeblich beeinflussten.

    Seine in Tempera auf Masonit entstandenen abstrakten Kompositionen verdeutlichen ein »Materialempfinden«, welches Ehrhardt durch ein gezieltes Studium der Erscheinungsformen und Gesetzmäßigkeiten der Natur schulte, wie es am Bauhaus gelehrt wurde. Seine Bilder gestaltet er mittels verschiedener Werkzeuge wie Spachtel oder Pinselstiel, wobei er die Struktur des Malgrundes mit einbezieht, so dass ein Zusammenspiel aus filigranen Liniengerüsten und pastosen Farbflächen entsteht. Nur vereinzelt lässt sich in seinen gemalten Collagen aus den geometrischen Elementen eine konkrete Figuration ausmachen, etwa eine an Klee erinnernde stehende Figur oder eine kosmische Landschaft im Stile Kandinskys. Zudem zeigt die Ausstellung eine Reihe von druckgrafischen Arbeiten und Zeichnungen, in denen Ehrhardt unter anderem auf seinen Fundus an reduzierten Tiermotiven zurückgreift. Stark vereinfacht sind auch seine Einlinienzeichnungen, wie beispielsweise die einer weiblichen Figur oder eines Kopfes.

  • Fr
    18
    Jan
    2019
    So
    10
    Mrz
    2019

    DI-SO, 11-18 UHRHAUS AM LÜTZOWPLATZ, LÜTZOWPLATZ 9, 10785 BERLIN-TIERGARTEN

    Im Haus am Lützowplatz zeigt das Künstlerpaar Römer + Römer „Burning Man – Electric Sky“. Die neue Werkserie hat das Kunstfestival Burning Man zum Gegenstand. Die Ausstellung besteht hauptsächlich aus nächtlichen Motiven, in denen sich die Black Rock Desert im US-Bundesstaat Nevada in eine von tausenden künstlichen Lichtquellen erhellte Scheinwelt verwandelt.

    Eitritt frei.

  • Do
    31
    Jan
    2019
    So
    21
    Apr
    2019
    Museumsinsel Berlin, Pergamonmuseum

    Eine Sonderausstellung des Syrian Heritage Archive Projects, einem Kooperationsprojekt des Deutschem Archäologischen Instituts und des Museums für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin

    Syrien zog von jeher Reisende an, die seine reiche Kulturlandschaft erkundeten und dokumentierten – diese Fotos, Pläne, Karten und  Berichte sind heute eine wertvolle Grundlage für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes. Sie werden vom Syrian Heritage Archive Project in einem digitalen Archiv zusammengetragen und erschlossen. Die Ausstellung thematisiert die Anwendungsmöglichkeiten des digitalen Archivs und macht dessen Inhalte erlebbar. Ein Ausstellungsdesign, das die Ästhetik der digitalen Medien aufgreift, lädt die Besucherinnen und Besucher mit Objekten, Filmen, Fotos und interaktiven Bildschirmen auf eine virtuelle Erkundungsreise durch Syrien ein.

  • Do
    28
    Feb
    2019
    Sa
    23
    Mrz
    2019
    Leipziger Baumwollspinnerei, Halle 12, Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig

    Eine Ausstellung des Goethe-Instituts Porto Alegre

    Mit „Die Macht der Vervielfältigung – Von prä- zu postdigitaler reproduktiver Kunst, oder von Radierung über Xerox zu Augmented Reality in Südamerika und Deutschland“ zeigt das Goethe-Institut erstmalig 14 deutsche und brasilianische Künstlerinnen und Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung. Das Projekt verdeutlicht ganz konkret am Medium Grafik, wie Kunst politisch und gesellschaftlich relevante Fragen in Lateinamerika, aber auch in Deutschland historisch und heute zu stellen vermag. Nach Station in Porto Alegre eröffnet die Ausstellung  am 28. Februar 2019 in der Leipziger Baumwollspinnerei im Beisein der Künstlerinnen und Künstler und des Kurators Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf.

    Künstler: Vera Chaves Barcellos, Tim Berresheim, Marcelo Chardosim, Hélio Fervenz, Hanna Hennenkemper, Olaf Holzapfel, Helena Kanaan, Thomas Kilpper, Flavya Mutran, Ottjörg A.C., Rafael Pagatini, Regina Silveira, Carlos Vergara, XADALU

  • Do
    07
    Mrz
    2019
    18.00 UhrUrania Potsdam, Gutenbergstraße 71/72, 14467 Potsdam

    Viele Architekten und Künstler der Avantgarde in der Tschechoslowakei unterhielten Beziehungen zum Bauhaus. Vor allem Sudetendeutsche gingen zur Ausbildung an die Reformschule. Die in den 1920er Jahren entstandenen neuen Hochschulen für Gestaltung in der Tschechoslowakei waren in ihren Lehrplänen mehr oder weniger vom Bauhaus inspiriert. Der Vortrag will das Schaffen wichtiger tschechischer und sudetendeutscher Bauhausabsolventen beleuchten.

    Vladimír Šlapeta war Professor an den Technischen Universitäten Prag/Praha und Brünn/Brno. Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe Bauhaus und das östliche Europa – internationaler Stil im Dienst nationaler Interessen?, die das Deutsche Kulturforum in Kooperation mit der Urania Potsdam anbietet.

  • Sa
    09
    Mrz
    2019
    So
    02
    Jun
    2019
    Di-So: 10.00-18.00 UhrMuseum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln

    Seit den 1970er Jahren arbeitet Nil Yalter als Pionierin einer gesellschaftlich engagierten und technisch avancierten Kunst. Als eine der ersten Künstlerinnen in Frankreich nutzt sie das neu aufkommende Medium Video. Nil Yalter ist 1938 in Kairo geboren, aufgewachsen in Istanbul und seit 1965 wohnhaft in Paris. Mit der ersten Überblicksausstellung der Künstlerin in Deutschland präsentiert das Museum Ludwig die Vielfalt ihres Schaffens: darunter bislang kaum bekannte Gemälde aus ihrem Frühwerk sowie Videoinstallationen der frühen 1970er Jahre bis hin zu Multimedia-Installationen, in denen sie Fotografie, Video, Zeichnungen und Skulptur zu Collagen verbindet. Die Ausstellung zeichnet den Weg ihrer engagierten Ästhetik nach.

    Nil Yalters Werke entstehen aus aktuellen politischen Situationen wie der Verurteilung zum Tode eines türkischen Aktivisten, dem Alltag in einem Frauengefängnis oder der Lebenssituation analphabetischer „Gastarbeiter*innen“. Sprache spielt für Nil Yalter eine wichtige Rolle, ebenso wie kulturelle Einflüsse aus dem Nahen Osten, der Türkei und Westeuropa. Sensibel integriert sie die Stimmen derjenigen, die sie in ihren Arbeiten porträtiert. Mit quasi-anthropologischer Methodik spiegelt sie die Lebenssituation der Dargestellten und macht marginalisierte Personengruppen sichtbar. Schon in den 1970er Jahren beschäftigte sich die Künstlerin mit feministischen Fragestellungen, in die auch migrantische und queere Perspektiven miteinfließen. Hierdurch erscheint ihr Werk heute aktueller denn je.

    Für ihre Ausstellung im Museum Ludwig wird die Posterserie Exile Is a Hard Job/Walls im Stadtraum von Köln fortgeführt. Die tapetenartig angeordneten Zeichnungen und Fotos von türkischen Einwanderern aus ihrer Arbeit Turkish Immigrants von 1977 werden ohne Autorisierung in verschiedenen Stadtvierteln aufgehängt. Den Slogan „Exil ist harte Arbeit“ schreiben die Künstlerin oder die Bewohner*innen auf die Poster, in der Sprache, die im jeweiligen Viertel vorrangig gesprochen wird: Deutsch, Türkisch, Arabisch, Russisch, Polnisch. Die Arbeit ist von und für Migrant*innen, deren Existenz gleichzeitig so offensichtlich und doch abwesend ist.

    Als Pantomime-Künstlerin reiste Nil Yalter von 1956 bis 1958 in den Iran, nach Pakistan und Indien. Von 1963–1964 arbeitete sie als Bühnenbilderin und Kostümdesignerin an diversen Theatern in Istanbul und konzentrierte sich zunehmend auf die Malerei. 1965 ging sie nach Paris, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Ihre erste Einzelausstellung hatte sie 1973 im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris. Entlang ethnologischer und soziologischer Fragestellungen untersuchte die Künstlerin die Position der Frau in der turkmenischen Nomadengesellschaft. Begleitend zu Topak Ev, einem eigens nachgebauten Zelt, schuf sie Wandtafeln mit Zeichnungen und Fotokopien von Fotos und Texten, die das Leben der Nomad*innen widerspiegeln. Mit ihrer feministischen Videoarbeit Headless Woman or The Belly Dance (1974) war sie 1974 in der ersten internationalen Ausstellung zur Videokunst in Frankreich vertreten und trat als Pionierin der französischen Videoperformance hervor.

  • Fr
    15
    Mrz
    2019
    Mo
    10
    Jun
    2019
    Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

    bauhaus imaginista erzählt die internationalen Geschichten des Bauhauses. Seit seinen Anfängen stand das Bauhaus in Kontakt mit avantgardistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts weltweit. bauhaus imaginista schlägt eine neue Lesart des Bauhauses als globaler Resonanzraum und kosmopolitisches Projekt vor: Eine Ausstellung und zwei Konferenzen folgen transnationalen Beziehungen, Korrespondenzen und Migrationsgeschichten, die über die Jahre des Bauhauses als Schule (1919–1933) hinausreichen.

    Nach Ausstellungen, Symposien und Workshops 2018 in Hangzhou, Kyoto und Tokyo, Saõ Paulo, Lagos, Delhi, New York sowie Moskau, werden alle vier Kapitel des Ausstellungs- und Forschungsprojekts im HKW zusammengeführt  – auf 2000m², mit historischen Objekten und neuen Auftragsarbeiten von Kader Attia, Luca Frei, Wendelien van Oldenborgh, The Otolith Group, Alice Creischer, Doreen Mende, Paulo Tavares und Zvi Efrat

  • Sa
    16
    Mrz
    2019
    Sa
    01
    Jun
    2019

    C/O Berlin im Amerika Haus, Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin
    Es ist Winter. Zwei Männer stehen am Straßenrand, der Schnee auf dem Asphalt um sie herum ist zertreten. Ihre Gesichter sind vom Leben gezeichnet, in den Händen frisch zerlegte Knochen, offensichtlich der gewaltige Brustkorb eines großen Tieres. Dieses Bild aus der Serie Case History (1997/98) von Boris Mikhailov zeigt Menschen, die sich durch die politischen, kulturellen und sozialen Umwälzungen im ehemaligen Ostblockstaat Ukraine verändert haben. Es sind Antiheld*innen, deren Armut, Nacktheit und Sexualität Mikhailov offenlegt. Der direkte Umgang mit seiner Umgebung und seine Bildsprache haben den Fotografen zu einem der wichtigsten Protagonisten einer schonungslosen, brutal-ehrlichen und manchmal fast voyeuristischen Fotografie gemacht. In der Auseinandersetzung mit seinem Land und den Menschen ist Mikhailov einzigartig. Bis heute hat er mit der Wahl seiner Themen und Ästhetik nicht nur jegliche Tabus gebrochen, sondern auch viele seiner Zeitgenoss*innen beeinflusst. Bis in die 1990er-Jahre wurden seine Arbeiten jedoch kaum öffentlich gezeigt. Erst 1994 kam Mikhailov mit einem Stipendium nach New York, 1996 nach Berlin und wird seitdem international wahrgenommen. Mit einem virtuosen Werk aus fast 50 Jahren gilt Boris Mikhailov als prominenteste Stimme der Gegenwartsfotografie und steht sowohl politisch als auch künstlerisch für eine neue Generation einer postsowjetischen Welt.
    Anlässlich des 80. Geburtstages von Boris Mikhailov zeigt C/O Berlin mehr als 400 Fotografien, die einen Überblick über sein Gesamtwerk geben.
  • Mi
    19
    Jun
    2019
    Fr
    21
    Jun
    2019
    Weimar

    Über Zeiten und Kulturen hinweg sind Menschen herausgefordert, in unbekannten Gebieten zu navigieren, sich in wechselnden Situationen zurechtzufinden und neue Handlungs­möglichkeiten zu erschließen. Wie aber kann Orientierung gelingen in einer zunehmend komplexen Welt, in der die technischen Möglichkeiten und gesellschaftlichen Handlungsspielräume so groß sind wie selten zuvor? Unter dem Titel „Die Route wird neu berechnet“ geht das Goethe-Institut vom 19. bis 21. Juni 2019 auf dem zweiten internationalen Kultursymposium in Weimar dieser Frage nach. Rund 300 Teilnehmende aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Publizistik und Politik werden erwartet, viele davon aus dem Ausland. Das Kultursymposium Weimar fand erstmals 2016 zum Thema „Teilen und Tauschen“ statt.

    Vier thematische Bereiche setzen die Schwerpunkte des Kultursymposiums 2019: ORIENT//IERUNG, AUTO//NOMIE, RE//GRESSION und DIGI//NOMICS. In dem Themenfeld ORIENT//IERUNG geht es um die Frage, wie wir in einer immer komplexeren Welt nicht den Überblick verlieren. Unter dem Schlagwort AUTO//NOMIE wird die Beziehung zwischen Mensch und Maschine verhandelt. Der Bereich RE//GRESSION setzt sich mit dem erstarkenden Nationalismus auseinander, der in vielen Ländern der Welt Erfolge feiert. Unter dem Begriff DIGI//NOMICS soll die wirtschaftliche Dimension des digitalen Wandels erschlossen werden. In einem interdisziplinären Programm aus Vorträgen, Diskussionen, partizipativen Gesprächsformaten und künstlerischen Interventionen werden die Themen aus vielen unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

    Im Vorfeld des Kultursymposiums finden an zwölf Goethe-Instituten im Ausland vorbereitende Aktivitäten statt, die auf unterschiedliche Art das Thema „Die Route wird neu berechnet“ ergründen. In Washington beispielsweise findet ein diskursiver Spaziergang zum Thema „Orientierung und Desorientierung“ statt; in Seoul und Peking diskutieren Künstler, Wissenschaftlerinnen und Kritiker über Technologie und digitale Elemente in performativen Künsten. Das Goethe-Institut Dakar plant eine Bustour durch den Senegal, um an Schulen einen Tag der Mediensensibilisierung durchzuführen.

    Für das Kultursymposium kommen mehr als 300 internationale Teilnehmende nach Weimar, um in einen in jeglicher Hinsicht grenzüberschreitenden Austausch zu treten. Als Festivalzentrum dient das E-Werk. Ein Teil der Veranstaltungen findet darüber hinaus an anderen ausgewählten Orten Weimars statt.