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Neue Direktorin des Jüdischen Museums Berlin berufen – Grütters: „Hetty Berg wird die Stärken des JMB in den Vordergrund rücken.“

Der Stiftungsrat des Jüdischen Museums Berlin hat heute die Kuratorin und Museums-Managerin Hetty Berg einstimmig zur neuen Direktorin der Stiftung berufen. Sie wird die Leitung des Hauses am 1. April 2020 übernehmen.

Die Vorsitzende des Stiftungsrates, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, erklärte: „Mit Hetty Berg haben wir eine international erfahrene Museumsexpertin gewonnen. Sie widmet sich seit vielen Jahrzehnten der Vermittlung jüdischer Geschichte, Kultur und Religion. Als Chefkuratorin des Jüdischen Kulturviertels in Amsterdam hat sie ihre Führungsstärke in komplexen Organisationen erfolgreich unter Beweis gestellt. Ihre Berufung wird dem Jüdischen Museum Berlin nach innen wie außen neue Impulse verleihen. Es ist von großer Bedeutung, die Stärken des Museums als Kultureinrichtung sowie als Ort der Erinnerung und des Dialogs in den Vordergrund zu rücken. Ich wünsche Hetty Berg eine glückliche Hand und viel Erfolg dabei, das Jüdische Museum Berlin mit Kreativität, Sensibilität und fachlicher Expertise weiterzuentwickeln.“

Hetty Berg, geboren 1961 in Den Haag, studierte Theaterwissenschaften in Amsterdam und Management in Utrecht. Von 1989 an war sie als Kuratorin und Kulturhistorikerin am Jüdischen Historischen Museum in Amsterdam tätig. Seit 2002 arbeitete Hetty Berg als Museums-Managerin und Chefkuratorin des Jüdischen Kulturviertels in Amsterdam, zu dem neben dem Jüdischen Historischen Museum auch das Kindermuseum, die Portugiesische Synagoge, das Nationale Holocaust-Museum und die Gedenkstätte Hollandsche Schouwburg gehören.

Als Direktorin des Jüdischen Museums Berlin wird Hetty Berg Nachfolgerin von Peter Schäfer, der am 14. Juni 2019 von seinem Amt zurückgetreten ist. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte daraufhin Christoph Stölzl als Vertrauensperson berufen, operativ geleitet wurde das Museum in der Zwischenzeit vom Geschäftsführenden Direktor Martin Michaelis.

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Mitmachen und Lernen: Der Gropius Bau stellt sein neues Vermittlungsprogramm vor

Im Gropius Bau ist 2019 ein neues Vermittlungsprogramm gestartet, das sich eine stärkere Teilhabe der Öffentlichkeit zum Ziel setzt und Wissen über Kunst und Kultur einem breiten und diversen Publikum zugänglich machen soll. Kern des Programms bilden neben einem ausgebauten und ab sofort kostenfreien Führungsangebot drei Projekte: die Gropius Bau Friends, Gropius Bau Raum geben und Kinder kuratieren_Takeover, ein Kooperationsprojekt mit der Stiftung Brandenburger Tor.

Zum bestehenden Angebot des Gropius Bau gehören Ausstellungsführungen in deutscher, englischer und Gebärdensprache sowie ausstellungsbezogene Führungen und Workshops für Schulklassen und Familien. Seit Oktober 2019 werden sämtliche öffentlichen Führungen kostenfrei angeboten; zudem wurde das Programm um die wöchentlich stattfindenden Streifzüge – Überblicksführungen zu allen aktuellen Ausstellungen – sowie monatliche Architekturführungen erweitert.

Mit der Öffnung des Gropius Bau seit der Übernahme der Leitung durch Stephanie Rosenthal werden auch die Strukturen und Formate der Vermittlungsarbeit geöffnet – in den physischen Räumen ebenso wie im diskursiven Raum, über die institutionellen Abläufe und das Ausstellungshaus hinaus.

„Vermittlung wird im Gropius Bau schon bei der Konzeption der Ausstellungen mitgedacht und nimmt als Teil des Programms und des inhaltlichen Denkens eine entscheidende Rolle ein. Der Begriff wird meist mit dem Anliegen assoziiert, Wissen über Kunst zu vermitteln; wir sehen Vermittlung zudem auch als Möglichkeit, von anderen zu lernen. Wir möchten einem breiten Publikum den Zugang zu künstlerischen Ausdrucksformen erleichtern und gleichzeitig von unseren Besucher*innen lernen, noch diverser zu sein.“
– Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Bau

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Manifesta Director Hedwig Fijen awarded European Cultural Manager of the Year 2019

In the presence of 650 European cultural actors at the UNESCO World Heritage site Zollverein in Essen, Germany, for the occasion of the European Cultural Brand Awards, Dutch art historian, Hedwig Fijen, Founding Director of Manifesta, was awarded European Cultural Manager of the Year 2019. Hedwig Fijen not only founded the European Nomadic Biennial in 1993, but also created the concept of the institutional framework of how a nomadic biennial could become relevant beyond its duration, leaving a legacy and engaging with urgent social and political topics of today. Over the past 24 years, Fijen developed Manifesta from a middle-sized event in the nineties, to one of the most influential biennials worldwide, having taken place in more than 12 cities in Europe. Manifesta’s next editions will take place in Marseille, France (2020) and Pristina, Kosovo (2022).

In the context of the recent ICOM – International Council of Museums conference in Kyoto, when it was made clear the definition of how museums and biennials should be run as open, critical, transparent, inclusive and diverse and that institutions should be at the centre of the societal issues and contemporary conflicts, Manifesta has proved its relevance and its consistency in showing new models of co-existence and diversity.

“Manifesta helped us a lot in our mission to transform the city through culture, bringing extra government funding for cultural activities and tourism. Manifesta in Palermo has reinforced things that already existed, even if they were hidden; coexistence and self-confidence; the harmony between ethics and aesthetics.” – is how Leoluca Orlando, Mayor of Palermo and co-host of Manifesta 12 Palermo, described the work of Fijen in his recommendation letter for the award.

Alexander Rinnooy Kan, Chairman of the Supervisory Board of the International Foundation Manifesta added: “To take responsibility for as complex a programme as Manifesta requires immaculate taste and the ongoing ability to carefully balance all the interests involved. Hedwig has cheerfully lived up to this challenge for 25 years, to the grateful admiration of all of us.”

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Iniva announces a new Artistic Director, Sepake Angiama

Having previously held positions at Hayward Gallery, Turner Contemporary, International Foundation Manifesta, documenta 14, and most recently as Curator of Chicago Architecture Biennial 2019, Sepake brings a wealth of experience and knowledge to the organisation.

Sepake joins Iniva during its 25th year, celebrated with a ground-breaking new project, Commission to Collect, which aims to transform curatorial practice around commissioning within major British art galleries and museums, and will see the commission of new artworks by British based artists of African and/or Asian descent, accessioned into major public art collections over three years.

The new Artistic Director will also focus on developing the opportunities arising from the recent move of Iniva and the Stuart Hall Library to its new home on John Islip Street, London. With plans to digitise its collection, and extend its educational and outreach work, this makes for an exciting period of progression and growth for the organisation.

Sepake Angiama, Iniva’s Artistic Director said
“I’m really pleased to be accepting the position of director of Iniva on its 25th anniversary. This institution has provided an important space for vital research and made a significant contribution to the enriching of the discursive field of artistic and curatorial practice. With the support of the team at Iniva I look forward to stewarding this organisation as it continues the work of broadening our understanding of African and Asian artists and the diaspora.”

Anita Bhalla, Chair of Trustees at Iniva, said
“We are thrilled that Sepake will be joining us at this exciting time. Her vast experience will ensure that Iniva continues to be an important and challenging voice in the arts. We have an incredible portfolio of work to take forward including our education and outreach programmes and cannot think of anyone more suitable to help shape this”.

Sepake Angiama takes up leadership at Iniva as previous Director Melanie Keen makes the move to become Director at Wellcome Collection. Iniva is immensely grateful for leadership and direction Melanie has given in her time at the charity.

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Ressortübergreifende Zusammenarbeit in Quartieren des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ wird gestärkt.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und bauen die Förderung von Kulturprojekten unter dem Dach der Strategie „Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier“ weiter aus: Vier neue Standorte in Flensburg, Lübbenau, Neunkirchen und Dresden werden ab September 2019 in diesem Rahmen gefördert. 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Mit den generationenübergreifenden und interkulturellen Angeboten des Projekts ‚UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier‘ stärken wir die gesellschaftliche Teilhabe gerade der Menschen, die bislang nur wenig oder gar keinen Zugang zu Kultur hatten. Aktive kulturelle Teilhabe ist das Lebenselixier einer pluralistischen Demokratie. Sie öffnet Türen für die Verständigung, schafft Raum für Begegnung und stärkt die Nachbarschaft, gerade dort, wo Herausforderungen besser gemeinsam als allein zu bewältigen sind. Mit Projekten wie UTOPOLIS leisten wir einen Beitrag für den Zusammenhalt und für gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland.“

Parlamentarischer Staatssekretär Marco Wanderwitz: „Wir wollen die Quartiere für unsere Bürgerinnen und Bürger so lebenswert wie möglich gestalten. Dazu gehören auch Kunst und Kultur: Sie prägen unsere Identität und sie sind ein wesentlicher Teil dessen, was wir Heimat nennen. Deswegen nehmen wir vier weitere Modellprojekte in die Förderung auf. Im Rahmen des Programms spielt auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Rolle – sie können ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einbringen und ihr Quartier so mitgestalten. Davon profitieren am Ende die Bewohner selbst und auch ihre Kommunen. Ich bin deshalb außerordentlich froh, dass wir die Förderung deutlich ausweiten konnten.“

Für die Förderrunde 2019 hat ein Fachbeirat im August 2019 auf Einladung der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. die weiteren Standorte in Flensburg, Lübbenau, Neunkirchen und Dresden ausgewählt und dem BMI und der BKM zur Förderung vorgeschlagen. Beide Ressorts haben der Auswahl zugestimmt. Die neu ausgewählten vier Standorte werden von September 2019 bis Dezember 2023 finanziert. Das Modellvorhaben „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ als Teil des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ unterstützt Bürgerinnen und Bürger, ihr Quartier kulturell lebendig zu gestalten, aktiv an den Projekten mitzuarbeiten und ihre Ideen und Wünsche einzubringen. 

Für die Förderrunde 2019 hat ein Fachbeirat vier weitere Standorte in Flensburg, Lübbenau, Neunkirchen und Dresden ausgewählt. BMI sowie BKM haben dem zugestimmt. Die neuen Standorte werden für fünf Jahre gefördert. Im Rahmen von „UTOPOLIS“ finanziert die Bundesregierung mit annähernd 8,3 Millionen Euro nun bundesweit 16 Modellprojekte. 

Im Rahmen der soziokulturellen Projekte wird es in den Quartieren zahlreiche Aktivitäten geben wie Straßentheater, Ausstellungen, partizipative Kunstprojekte und Filmvorstellungen. So können alle lokalen Akteure ihr Potenzial zur Mitgestaltung der Stadt- und Ortsteilentwicklung wirksam entfalten. Zugleich können auf diese Weise nachhaltige Strukturen für ein lebendiges kulturelles und soziales Miteinander in strukturschwachen Quartieren geschaffen werden. Ziel der ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt ist es, bauliche Investitionen der Städtebauförderung in einem fachübergreifenden Schulterschluss mit Maßnahmen und Programmen anderer Ressorts zu verbinden. Insbesondere in Quartieren mit besonderen Integrationsanforderungen hat ein erheblicher Teil der Bevölkerung bisher wenige oder keine Berührungspunkte zu den Angeboten der Kunst- und Kultureinrichtungen. 

Ein wesentliches Ziel der Modellvorhaben besteht deshalb darin, auch solche Menschen zu erreichen, deren Partizipation an Kunst und Kultur bislang gering ist. Jeder soll die Chance bekommen, sich Kultur und kulturelle Angebote zu erschließen – unabhängig von individuellen Fähigkeiten, von sozialer Herkunft, Bildung, Geschlecht oder Alter. Das Projekt ist Teil der ressortübergreifenden Strategie „Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier“, mit der bis zum Jahr 2020 jährlich 10 Mio. Euro zur Verfügung stehen. (PM)

 

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Hamburg ist Teil des UNESCO Global Network of Learning Cities

Die Stadt Hamburg tritt als zweite deutsche Stadt dem UNESCO Global Network of Learning Cities (GNLC) bei. Das GNLC vernetzt Städte, die lebenslanges Lernen ermöglichen und so zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen beitragen.

Weltweit stehen Städte vor Herausforderungen hinsichtlich sozialer Inklusion, kultureller Vielfalt und ökologischer Nachhaltigkeit. Bildung ist eine Schlüsselkompetenz, um diesen Herausforderungen zu begegnen. „Learning Cities“ sind Städte, die ihren Bürgerinnen und Bürgern inklusive, vielfältige und qualitativ hochwertige Bildungsangebote und lebenslanges Lernen anbieten und so zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Das Konzept wurde vom UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen (UNESCO Institute for LifelongLearning, UIL) mit Sitz in Hamburg entwickelt. Städte und Gemeinden weltweit sollen dazu angeregt werden, ihre vielfältigen Bildungsangebote kontinuierlich auszuweiten, sich hierzu auszutauschen und voneinander zu lernen.

Die Stadt Hamburg ist nun auch Teil des weltweiten UNESCO-Netzwerks. „Hamburg, Tor zur Welt – dafür steht nicht nur der Hafen. Mit dem UIL und nun auch selbst als Learning City öffnet Hamburg Tore zu einer nachhaltigen Welt. Chancengerechte, vielfältige, qualitativ hochwertige und lebenslange Bildung ist hierfür die Basis. Hamburgs Initiative in diesem Kernanliegen der UNESCO ist vorbildlich. Wenn andere Städte weltweit sich genauso engagieren, sind wir auf einem guten Weg, die Globale Nachhaltigkeitsagenda 2030 umzusetzen“, betont Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

Die Hansestadt engagiert sich seit 2005 mit der Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Unter Federführung der Behörde für Umwelt und Energie der Stadt Hamburg wurde der „Hamburger Masterplan für Bildung für nachhaltige Entwicklung 2030“ entwickelt. Der Plan befindet sich derzeit in Abstimmung und soll ab 2020 umgesetzt werden. „Tausende junge Menschen halten uns vor Augen, wie wichtig zukunftsorientiertes Handeln für heutige und zukünftige Generationen ist. Ich freue mich, dass Hamburg mit dem ‚Masterplan BNE 2030′ einen Maßnahmenkatalog vorlegen kann, der Bildung für nachhaltige Entwicklung für alle Generationen anbietet – vom Kita-Bereich über die Schule bis zur Erwachsenenbildung“, sagt Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie der Stadt Hamburg.

David Atchoarena, Direktor des UNESCO-Instituts für Lebenslanges Lernen, begrüßt den Beitritt Hamburgs zum GNLC: „Es ist mir eine große Freude, die Stadt Hamburg im UNESCO Global Network of Learning Cities willkommen zu heißen. Hamburg hat große Anstrengungen unternommen, um die Lernangebote für alle zu erweitern, die Beschäftigungschancen zu erhöhen, eine gesunde Umwelt zu fördern und das Leben der Bewohner der Stadt zu verbessern. Für die UNESCO ist Bildung eine der obersten Prioritäten, die nicht nur in das engagierte vierte Nachhaltige Entwicklungsziel (Sustainable Development Goal 4) eingebettet ist, sondern auch ein Schlüsselfaktor zur Erreichung aller siebzehn SDGs.“

Seit 2015 können sich interessierte Städte um Aufnahme in das UNESCO Global Network of Learning Cities bewerben. Als erste deutsche Stadt trat 2016 Gelsenkirchen dem GNLC bei.

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Christoph Stölzl als Vertrauensperson am Jüdischen Museum Berlin berufen – Grütters: „Erfahrener Museumsmacher mit hohem Ansehen“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat den Gründungsdirektor des Deutschen Historischen Museums und amtierenden Rektor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Prof. Dr. Christoph Stölzl, als Berater am Jüdischen Museum Berlin (JMB) ernannt. Sie setzte damit einen einstimmigen Beschluss des Stiftungsrats vom vergangenen Donnerstag um. Bis zur Amtsübernahme einer neuen Direktorin oder eines neuen Direktors wird Prof. Stölzl ehrenamtlich die inhaltliche Arbeit der Stiftung begleiten und stärken sowie Ansprechpartner nach innen wie nach außen sein. Die operative Leitung der Stiftung verbleibt in den Händen des Geschäftsführenden Direktors Martin Michaelis.
 
Monika Grütters: „Mit Christoph Stölzl haben wir einen erfahrenen Museums- und Ausstellungsmacher gewinnen können, der in historischen und politischen Fragen höchst versiert ist. Als inspirierender Intellektueller und erfahrener, gut vernetzter Kommunikator ist er in der Lage, das Jüdische Museum Berlin in den kommenden Monaten zu beraten und in ruhigere Fahrwasser zu führen. Er wird der Stiftung in allen Fragen zur Seite stehen und seine persönliche Integrität nutzen, um die inhaltliche Unabhängigkeit und die Weiterentwicklung des Jüdischen Museum Berlin zu sichern.“
 
Zur jüdisch-deutschen Kulturgeschichte hat Christoph Stölzl zahlreiche Ausstellungen organisiert und Schriften publiziert. Er hat in Gremien wichtiger Holocaust-Gedenk- und Erinnerungsstätten gewirkt, etwa der Gedenkstätte Buchenwald, dem Haus der Wannseekonferenz oder dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Zuletzt war er als Hochschulrektor in Weimar an der Gründung des Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar beteiligt, in dem junge Musikerinnen und Musiker aus Deutschland und Israel zusammen spielen. 2013 hat er in Weimar einen Stiftungslehrstuhl zur Geschichte der Jüdischen Musik gegründet.
 
Die Kulturstaatsministerin weiter: „Die Autonomie und Unabhängigkeit des Jüdischen Museums sind für mich nicht verhandelbar. Deshalb weise ich Unterstellungen und unberechtigte Vereinnahmung – von welcher Seite auch immer – energisch zurück. Von einem Jüdischen Museum wird natürlich immer erwartet, dass gerade auch Juden sich in seiner Arbeit wiedererkennen. Gleichzeitig ist wichtig, dass durch das Jüdische Museum Berlin auch die nicht-jüdische Welt mehr über das Judentum erfährt. Es soll ein Ort des Dialogs sein, der Meinungsvielfalt, aber auch der Überraschung und des Widerspruchs.“ (PM)
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Deutsches Historisches Museum gibt Wappensäule vom Cape Cross an Namibia zurück

Das Kuratorium des Deutschen Historischen Museums (DHM) hat entschieden, die Wappensäule vom Cape Cross an die Republik Namibia zurückzugeben. Die namibische Regierung hatte 2017 offiziell die Rückgabe der Säule gefordert, die seit 2006 in der Dauerausstellung des DHM gezeigt wird.
 
Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, sagte zum Beschluss des Kuratoriums: „Die Rückgabe der Säule vom Cape Cross ist ein deutliches Signal, dass wir uns zur Aufarbeitung unserer kolonialen Vergangenheit bekennen und gemeinsam mit den Herkunftsstaaten konstruktive Wege für ein respektvolles Miteinander suchen und finden. Über viele Jahrzehnte war die Kolonialzeit ein blinder Fleck in unserer Erinnerungskultur. Viel zu lange war die in dieser Zeit geschehene Ungerechtigkeit vergessen und verdrängt.“
 
Mit der Rückgabe dieser symbolträchtigen Wappensäule „erkennen wir die Bedeutung an, die Kulturgüter für die Identität von Staaten und Gesellschaften haben“, sagte die Kulturstaatsministerin in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Direktor des DHM, Raphael Gross, und dem Botschafter Namibias in Deutschland, Andreas Guibeb. „Die Rückgabe ist ein Beitrag zu Versöhnung und Verständigung mit den in Namibia lebenden Menschen. Gleichzeitig übernehmen wir Verantwortung für die deutsche Kolonialvergangenheit. Diese zukunftsweisende Entscheidung ist nicht zuletzt auch ein Schritt hin zu einem partnerschaftlichen Dialog zwischen Deutschland und Namibia auf Augenhöhe, in Respekt und Würde. Sie zeigt: Die Kultureinrichtungen des Bundes fühlen sich der gemeinsamen Aufarbeitung der deutsch-namibischen Kolonialgeschichte verpflichtet.“
 
Kulturstaatsministerin Monika Grütters wird im Spätsommer dieses Jahres gemeinsam mit dem Direktor des DHM, Raphael Gross, nach Namibia reisen, um die Säule vom Cape Cross persönlich zu übergeben. 1486 errichteten die Portugiesen die 3,50 Meter hohe Steinsäule an der Südwestküste Afrikas, dem heutigen Namibia. Ende des 19. Jahrhunderts, als das Gebiet unter deutscher Kolonialherrschaft stand, brachte man die Säule ins deutsche Kaiserreich. Über einige Umwege gelangte sie 1990 in die Sammlung des DHM. (PM)

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Mit Pristina, Hauptstadt des Kosovo, als Gastgeberstadt findet erstmals eine Manifesta auf dem Balkan statt

Seit ihrer Gründung Anfang der 90er Jahre hat sich die Manifesta zum Ziel gesetzt, die sich verändernde kulturelle Topographie Europas zu untersuchen. Alle zwei Jahre betrachtet die nomadisierende Kunstbiennale die Welt so durch das Prisma einer bestimmten geografischen Position. Das Board und die Direktorin der Manifesta wählten nun die Stadt Pristina im Kosovo wegen ihrer besonderen geografischen und geopolitischen Lage und Bedeutung innerhalb des Balkans zur Gastgeberstadt für 2022.
 
In seiner relativ kurzen Geschichte als jüngster Nationalstaat Europas hat der Kosovo mit seiner Hauptstadt Pristina durch eine ungehemmte neoliberale Politik und die damit verbundene Privatisierung offener Stadträume große Veränderungen in seiner Struktur erfahren. Manifesta soll die Bürger des Kosovo dabei unterstützen, den öffentlichen Raum zurückzugewinnen und die Zukunft der Stadt neu zu definieren, um zu einer aufgeschlossenen Metropole im Herzen des Balkans zu werden.

Als historische Hauptstadt des jüngsten souveränen Landes Europas bietet Pristina einen einzigartigen Ort, von dem aus man in die Vergangenheit blicken und aus unerwarteten und heterogenen Perspektiven heraus über die aktuellen Herausforderungen nachdenken kann, vor denen Europa heute steht. Das sich schnell verändernde urbane Zentrum an der Schnittstelle zwischen Süd- und Osteuropa wird der Manifesta 14 einen Einblick darin ermöglichen, wie zeitgenössische Kultur und soziale Praktiken die Identität eines Landes bestimmen können.

Daher wurde nun Pristina, basierend auf einem interessanten Bewerbungskonzept der städtischen Verantwortlichen, vom Board der Manifesta-Stiftung ausgewählt, um die 14. Ausgabe der Biennale auszurichten. Das Board erhielt Bewerbungen von verschiedenen europäischen Städten und unternahm anschließend im Rahmen des Auswahlverfahrens mehrere eingehende Recherchereisen zu jedem Kandidaten. Die Auswahl der Gastgeberstadt drei Jahre vor der Biennale ist Teil einer Strategie, die ein größeres langfristigeres Engagement in der Gastgeberregion ermöglichen soll.

Auf einer offiziellen Pressekonferenz am 3. Mai 2019 in Pristina kündigten die Direktorin der Manifesta, Hedwig Fijen, der Bürgermeister von Pristina, Shpend Ahmeti, die Direktorin der Kulturstadt Pristina, Blerta Bosholli, und der Minister für Kultur, Jugend und Sport der Republik Kosovo, Kujtim Gashi, Pristina offiziell als Gastgeberstadt der Manifesta 14 an. (PM)

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Die Lehmbruck-Box

In guter Tradition: Seit mehr als 30 Jahren ist die Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums bekannt für abwechslungsreiche und innovative Vermittlungsangebote, um allen Menschen den Zugang zur Kunst zu erleichtern. Ihre Programme für Menschen mit Demenz, Hör- oder Seheinschränkungen nehmen eine Vorreiterrolle in der deutschen Museumslandschaft ein. Und mit der Lehmbruck-Box setzt das Museum diesen Weg fort.

Das neue Angebot richtet sich speziell an Menschen mit Seheinschränkungen: Zum 100. Todestag Wilhelm Lehmbrucks sollen seine Werke mittels taktilen und auditiven Sinneseindrücken dauerhaft erfahrbar gemacht werden. Gefördert vom Deutschen Blindenhilfswerk (DBHW) erweitert die Lehmbruck-Box das bestehende Angebot für Menschen mit Seheinschränkungen und schafft damit neue Möglichkeiten der Vermittlung. In Zusammenarbeit mit Tom Koesel, Künstler und Projektleiter des Internetportals www.kunst-im-rheinland.de, hat Sybille Kastner von der Kunstvermittlung neue Module zur Veranschaulichung der ausgestellten Werke entwickelt.

Mittels moderner Verfahren wurden in Kooperation mit dem FabLab Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal Schlüsselwerke Wilhelm Lehmbrucks, wie „Die Kniende“ oder „Der Gestürzte“, gescannt und als 3D-Modelle ausgedruckt. Als Miniaturen der Originale dienen sie den Besucher*innen als Tastobjekt. Sie machen die Kunstwerke im wahrsten Sinne des Wortes „begreiflich“. Mit Gussmodellen, akustischen Eindrücken und Materialproben aus der Gießerei wird das technische Verfahren des Bildhauers verdeutlicht. In einem speziell designten Wagen – der „Lehmbruck-Box“ – können die Module mit in die Ausstellung genommen und flexibel eingesetzt werden.

Die erste Führung mit der Lehmbruck-Box findet am 14. April um 11.30 Uhr statt und ist auch für Menschen ohne Seheinschränkung geeignet. Am 25. Mai, dem „Tag der Begegnung“, dem größten inklusiven Fest Deutschlands, wird die „Box“ im Rheinpark in Köln einem breiten Publikum vorgestellt.  Für 2019 sind mehrere Workshops im Lehmbruck Museum und an Schulen geplant.

Weitere Termine:

Sonntag, 19. Mai, 15 Uhr: Lehmbruck-Box für Menschen mit Demenz

Sonntag, 16. Juni, 15 Uhr: Lehmbruck-Box für Menschen mit Seheinschränkungen

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Das Leben auf der Straße, das Leben im Gefängnis. Kieztouren mit Herz 2019

Berlin – Die Stadtspaziergänge durch das soziale Berlin „Kieztouren mit Herz“ werden auch 2019 fortgesetzt. Sie stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Ich zeige dir mein Berlin“ und beleuchten vier ganz unterschiedliche Lebenswirklichkeiten: Das Leben ohne Wohnung, das Leben im Gefängnis und danach, das Leben als Sexarbeiterin und das Leben mit HIV/AIDS. Hier wird mit den Betroffenen gesprochen – und nicht über sie. Folgende Kieztouren finden 2019 statt:

Samstag, 13. April, 11 bis 13 Uhr: Kieztour zum Thema „Leben ohne Wohnung“

Samstag, 4. Mai, 11 bis 13 Uhr: Kieztour zum Thema „Leben im Gefängnis und danach“

Samstag, 14. September, 11 bis 13 Uhr: Kieztour zum Thema „Leben als Sexarbeiterin“

Samstag, 2. November, 11 bis 13 Uhr: Kieztour zum Thema „Leben mit HIV/AIDS“

Den Auftakt der Reihe macht die Kieztour zum Thema „Leben ohne Wohnung“ am 13. April. Die Tour wird vom Verein querstadtein e.V. organisiert und findet aufgrund der großen Nachfrage im vergangenen Jahr wiederholt statt. Wir begleiten Uwe Tobias, einen rebellischen Typen mit pointierter Meinung, der sich nicht einfach anpasst, wenn es seiner Überzeugung widerspricht. Das brachte ihn in der DDR auch mehrfach ins Gefängnis. Nach der Wiedervereinigung wollte er eigentlich nur ein paar Tage auf der Straße verbringen, um die neue, ungewohnte Freiheit auszukosten. Doch im Endeffekt wurden es sieben Jahre. Uwe Tobias zeigt uns seine frühere tägliche Route. Er berichtet von seinen Erfahrungen aus dieser Zeit – und wie er schließlich den Weg zurück in eine eigene Wohnung geschafft hat.

Die „Kieztouren mit Herz“ gibt es seit 2016. Initiiert wurden den Stadtspaziergänge vom Erzbistum Berlin, dem Caritasverband für das Erzbistum Berlin und dem Katholischen Deutschen Frauenbund Diözesanverband Berlin.

Anmeldung und weitere Informationen:

Die Kosten betragen fünf Euro pro Person und sind vor Ort in bar zu entrichten.

Anmeldung unter: fortbildung@caritas-berlin.de

www.caritas-berlin.de/kieztouren

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Torschreiber am Pariser Platz: Galal Alahmadi

Die Allianz Kulturstiftung und die Stiftung Brandenburger Tor vergeben 2019 ihr gemeinsames Stipendium Torschreiber am Pariser Platz an den jemenitischen Autor Galal Alahmadi. Der 1987 in Saudi-Arabien geborene Schriftsteller lebt seit März 2016 mit seiner Familie im Exil in Deutschland. Galal Alahmadi wird 2019 mit insgesamt 12.000 Euro unterstützt und erhält zudem für zwei Monate einen Aufenthalt im Literarischen Colloquium Berlin (LCB). Im Rahmen des Stipendiums arbeitet Galal Alahmadi an seinem ersten Roman: „Das von mir geplante Werk ist kein Buch über die Finsternis, sondern über das Leben in ihr. Für mich ist die Finsternis keine Zeit oder Farbe, sondern ein Ort, der sich in der Zeit erstreckt, als wäre er aus Fleisch und Blut.“

Galal Alahmadi ist nach der syrischen Autorin Rasha Habbal, die 2018 erstmals das Stipendium für Schriftsteller*innen im Exil erhielt, der zweite Torschreiber am Pariser Platz. Galal Alahmadi arbeitete als Journalist und Redakteur für verschiedene arabische Zeitungen und Magazine. Heute ist er vor allem als Schriftsteller tätig und veröffentlichte bisher vier Gedichtbände auf Arabisch. Bis 2016 war er Literaturstipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und erhielt im August 2017 den renommierten Mohammed-Afifi-Matar-Preis in Kairo.

Torschreiber am Pariser Platz: Ein Zeichen für Freiheit und Sicherheit

Das Stipendium Torschreiber am Pariser Platz, das die Allianz Kulturstiftung und die Stiftung Brandenburger Tor in Verbindung mit dem Literarischen Colloquium vergeben, fördert Schriftsteller*innen, die im Exil in Deutschland leben, weil sie in ihren Heimatländern bedroht oder verfolgt wurden. Die drei Kooperationspartner wollen mit diesem Programm auch an das Schicksal der verfolgten deutschen Autor*innen in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern, die in anderen Ländern Zuflucht fanden. Ihr Schicksal und Werk sind nicht vergessen. Heute soll Berlin ein Ort der Zuflucht und Sicherheit für bedrohte und verfolgte Schriftsteller*innen sein. Hierfür setzt das Stipendium Torschreiber am Pariser Platz ein Zeichen.

Eine unabhängige Jury entschied über die Vergabe des Stipendiums. Ihr gehören Prof. Dr. Christina Weiss (Allianz Kulturstiftung), Christine Thalmann (RBB), Thomas Geiger (LCB) und als Vorsitzender Dr. Thomas Sparr (Stiftung Brandenburger Tor) an.

SAVE THE DATE

Lesung und Gespräch mit Galal Alahmadi und Rasha Habbal

  1. März 2019, 19 Uhr

Allianz Forum (Staffelgeschoss), Pariser Platz 6, 10117 Berlin

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Monika Grütters: Förderprogramm stärkt Integration und Bildungsarbeit der Kulturinstitutionen

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, fördert in diesem Jahr herausragende Projekte im Bereich der kulturellen Vermittlung und Integration mit rund 1,5 Millionen Euro. Dazu gehören Modellvorhaben in Kultureinrichtungen mit den Schwerpunktthemen kulturelle Bildung für junge Menschen, Inklusion von Menschen mit Behinderung, Vermittlungsarbeit in ländlichen Gebieten oder Diversitätsentwicklung im Kulturbetrieb.
 
Kulturstaatsministerin Grütters: „Mit dem Förderprogramm möchten wir vor allem die Kulturinstitutionen unterstützen, die mit ihren identitätsstiftenden und breit gefächerten Projekten maßgeblich dazu beitragen, dass in unserem Land Zusammenhalt in Vielfalt gelingen kann. Dafür brauchen wir so wegweisende und integrierende Modellvorhaben wie z.B. ‚Die Kinderkonferenz‘ des KlangNetzes Dresden, in dem Kinder gemeinsam ein Oratorium erarbeiten, das ihnen eine behutsame und kreativ-schöpferische Auseinandersetzung mit den Themen Krieg, Flucht und Vertreibung ermöglicht. Unsere Kultureinrichtungen sind dafür prädestiniert, möglichst vielen Menschen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen –unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildung oder Herkunft. Wir brauchen die integrative Kraft der Kultur gerade in Zeiten wie diesen, in denen Vielfalt zwar vielfach als bereichernd, aber von manchen eben auch als große Herausforderung wahrgenommen wird.“
 
Die Kulturstaatsministerin unterstützt mit dem Förderprogramm folgende Kultureinrichtungen und Modellvorhaben:
  • Haus der Kulturen der Welt „Die lernende Institution“ (Fördersumme: bis zu 50.000 Euro);
  • KlangNetz Dresden e.V.: „Die Kinderkonferenz“
  • (Fördersumme: bis zu 265.000 Euro);
  • Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik: „Intercultural Change Program“ (Fördersumme: bis zu 300.000 Euro);
  • Stiftung Donauschwäbisches Zentralmuseum Ulm „Kulturelle Vielfalt im Donauraum“. (Fördersumme: bis zu 220.000 Euro);
  • Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen: „Entwicklung neuer Vermittlungsangebote in der historisch-kulturellen Vermittlung“ (Fördersumme: bis zu 225.000 Euro);
  • Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Ausnahmen sind hier die Regel – Inklusive Bildungsarbeit auf der Museumsinsel“ (Fördersumme: bis zu 267.000 Euro);
  • Westpreußisches Landesmuseum: „Ausbau und Stärkung der musealen Vermittlungsangebote (Fördersumme: bis zu 112.000 Euro).

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Brazil’s Representation at the 58th Venice Biennale

The Fundação Bienal de São Paulo, the Ministry of Culture and the Ministry of Foreign Affairs are announcing Gabriel Pérez-Barreiro as curator of the Brazilian participation at the 58th Venice Biennale, in 2019. To represent Brazil at the world’s oldest art biennial, Pérez-Barreiro — curator of the 33rd Bienal de São Paulo — selected the artist duo Bárbara Wagner & Benjamin de Burca, who will develop a film commissioned for the occasion.

The promotion of Brazil’s artistic and cultural wealth abroad is a key concern for the Ministry of Culture; the joint effort by the Ministry of Foreign Affairs, the Ministry of Culture and the Fundação Bienal for the realisation of Brazil’s representation at such a prestigious venue as the Venice Biennale is vital for this,” says Minister of Culture Sérgio Sá Leitão. “The excellence of the exhibitions presented at the Brazilian Pavilion is widely recognised, including its having received an honourable mention at the event’s last edition. And this is only possible through the joint effort of these three institutions, each with their own specific missions, yet coming together in the same project.”

João Carlos de Figueiredo Ferraz, president of the Fundação Bienal, explains that “the appointment of Gabriel Pérez-Barreiro is due to the wide knowledge the curator has demonstrated about Brazilian art, to his good integration with the Fundação’s team, and to the affinity between the concepts he mobilised at the 33rd Bienal de São Paulo and those proposed for the 58th Venice Biennale.”

The 58th Venice Biennale ‘May You Live In Interesting Times’ alludes to periods of uncertainty, crisis and unrest. The proposal developed by chief curator Ralph Rugoff adopts as a title a phrase in English falsely attributed to a Chinese curse and repeated as such in countless Western political discourses. In the post-truth context of fake news and “alternative facts,” the false curse is an example of how fictional contents can have real political implications.

The work by Wagner & de Burca is related to the overall theme of the Venice Biennale in terms of its commitment with the complex and sometimes conflictive reality of Brazil. “Bárbara Wagner and Benjamin de Burca bring a critical and simultaneously comprehensive view to the enormous plurality of the current moment, pointing to the way in which popular culture absorbs and interprets the images and phenomena of everyday life and the mass media, incorporating them to their own reality,” explains Pérez-Barreiro.

In their production, the duo has focused on aspects of Brazilian popular culture, especially from the state of Pernambuco, which they present based on a generous gaze without stereotypes. Their works deal with a spectrum of cultures ranging from evangelical religion to rap and brega music, seen as manifestations that represent the vast Brazilian cultural diversity. Wagner & de Burca avoid facile dichotomies and relativise the borders between erudite and popular culture, and artistic and journalistic languages.

About Bárbara Wagner & Benjamin de Burca

Bárbara Wagner (Brasília, 1980) and Benjamin de Burca (Munich, 1975) live in Recife, where they have worked as an artist duo since 2011. They develop their works as a collaborative practice together with the characters portrayed, thus presenting them by way of a frank and horizontal approach. The films take the form of musicals that defy the conventions of the genre insofar as the fictional and documentary dimensions become hybrid to instate the third territory of language, in which music and dance catalyse the complex intersections between class, gender, race and religion. The duo’s recent solo shows most notably include Bárbara Wagner & Benjamin de Burca, AGYU (Toronto, 2018); and Aspirations, MOCAD (Detroit, 2017). Their group shows include: FRONT International – Cleveland Triennial (Cleveland, 2018); Corpo a Corpo, IMS (São Paulo, 2017, and Rio de Janeiro, 2018); Berlinale Shorts (Berlin, 2017 and 2018); Panorama de Arte Brasileira (São Paulo, 2017 and 2013); Prêmio PIPA, MAM (Rio de Janeiro, 2017), on which occasion they were announced as the Pipa Prize winners; Skulptur Projekte (Münster, 2017); and the Bienal de São Paulo (2016). In 2019, Wagner & de Burca will have solo shows at Stedelijk Museum in Amsterdam and at Museo Tamayo in Mexico City.

About Gabriel Pérez-Barreiro
(La Coruña, Spain, 1970. Lives in New York, USA)

Curator of the 33rd Bienal de São Paulo and of Brazil’s official representation at the 58th Venice Biennale. Holds a PhD in history and theory of art from the University of Essex (United Kingdom) and a master’s in art history and Latin American studies from the University of Aberdeen (United Kingdom). Director and chief curator of Colección Patricia Phelps de Cisneros (New York and Caracas) since 2008, he was the curator of Latin American Art at Blanton Art Museum of the University of Texas in Austin (2002–2008), chief curator of the 6th Bienal do Mercosul in Porto Alegre (2007), and director of Visual Arts of the Americas Society in New York (2000–2002). In 2018 he was co-curator, with Michelle Sommer, of an exhibition dedicated to critic Mario Pedrosa at the Museo Nacional de Arte Reina Sofía, in Madrid.

About the Brazilian participation at the 58th Venice Biennale

That the Fundação Bienal was given the responsibility to produce Brazil’s official representations at the Venice Biennale is the outcome of a long-standing partnership with the Ministry of Culture and the Ministry of Foreign Affairs. These two ministries, responsible for the promotion of the politics of Brazil’s cultural interchange, have conferred to the Fundação Bienal the responsibility to appoint the curator for the Venice Biennale and to conceive and produce the exhibitions there, in recognition of the excellence of its work in the artistic-cultural field. Organised with the aim of promoting Brazilian artistic production at one of the most important art events in the world, the exhibitions are held in the Brazilian Pavilion, built in 1964.

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Der Friedrichstadt-Palast feiert am Montag, 10. Dezember 2018 gemeinsam mit dem ‚Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.‘ erneut das Lichterfest Chanukka – auf der größten Theaterbühne der Welt, mitten in Berlin.

„Dies soll ein selbstbewussten Zeichen sein für vitales jüdisches Leben und jüdische Kultur in Berlin und Deutschland. Gerade in diesen Zeiten mit ihren Verharmlosungen der NS-Verbrechen und neuen Bedrohungen von vielen Seiten für die freie Entfaltung von Minderheiten, darunter auch und wieder zunehmend von antisemitischen Verunglimpfungen und Judenhass“, so Intendant Dr. Berndt Schmidt.

 
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Verleihung des Internationalen Brückepreises an Daniel Libeskind – Grütters: „Auf uns alle kommt es an, wann immer Menschlichkeit gefährdet ist“

Der internationale Brückepreis 2018 der Europastadt Görlitz/Zgorzelec ist am 26. Oktober 2018 an den international renommierten Architekten Daniel Libeskind verliehen worden. Der Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich um die europäische Verständigung verdient gemacht haben.
 
Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, würdigte Daniel Libeskind in ihrer Laudatio als „grandiosen Brückenbauer“, der das „Miteinander statt Gegeneinander“ zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat: „Sein ausdrucksstarkes architektonisches Schaffen zeichnet sich durch sein feines Gespür dafür aus, wie sich die Abgründe der Menschheitsgeschichte durch Architektur vermitteln lassen. Dazu kommt Daniel Libeskinds unbändiger Wille, aus dem Erinnern eine Botschaft zu entwickeln – die Botschaft, Trennendes zu überwinden, ohne geschehenes Unrecht zu überdecken. Dies macht seine große Kunst aus, die weltweit hohe Anerkennung genießt. Mit seinen Gebäuden gibt er uns allen eine zentrale Botschaft mit: Auf uns alle kommt es an, wann immer Menschlichkeit gefährdet ist.“
 
Monika Grütters weiter: „Auch hier in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec ist es gelungen, das Verbindende über das Trennende zu stellen. Über Jahrhunderte war die Oder-Neiße-Region ein Raum, in dem unterschiedliche kulturelle Einflüsse sich kreuzten und gegenseitig befruchteten. Der Freistaat Sachsen und mein Haus fördern gemeinsam das Schlesische Museum, das nach neuen Wegen zu dieser alten Kulturlandschaft sucht und dabei auf zahlreichen Ebenen als grenzüberschreitender Brückenbauer wirkt.“
 
Das Fundament, auf dem das geeinte Europa erbaut ist, habe allerdings Risse bekommen, sagte die Kulturstaatsministerin. „Die Egoismen des Nationalismus finden wieder verstärkt Anklang. Populisten in ganz Europa schlagen Kapital daraus und scheuen sich nicht, zentrale Freiheitsrechte und demokratische Prinzipien in Frage zu stellen. Hass und Hetze einer Minderheit dürfen in Deutschland nie wieder eine schweigende Mehrheit finden. Es ist unsere Pflicht, Haltung zu zeigen und unsere Grundüberzeugungen zu leben! Daher bin ich für alle dankbar, die am vergangenen Sonntag in Dresden gegen Pegida auf die Straße gegangen sind. Dankbar bin ich auch für alle, die sich Zeit nehmen, um Hasskommentaren im Internet etwas entgegenzusetzen: vor allem Fakten und Argumente.“
 
Der Internationale Brückepreis wird seit 1993 vergeben. Zu Daniel Libeskinds architektonischen Hauptwerken gehören u.a. seine Entwürfe zum Jüdischen Museum in Berlin, zum Militärhistorischen Museum in Dresden und sein Entwurf zur Neugestaltung des Ground Zero in New York. Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre sind z.B. die Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff, die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

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Der »Preis für Verständigung und Toleranz« geht dieses Jahr an die Unternehmerin Susanne Klatten und den Schriftsteller David Grossman

Am Samstag, dem 10. November 2018, verleiht das Jüdische Museum Berlin zum 17. Mal den »Preis für Verständigung und Toleranz«. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr an die UnternehmerinSusanne Klatten und den SchriftstellerDavid Grossman verliehen. Die Laudatoren sind der SoziologeProf. Dr. Hartmut Rosa für Susanne Klatten sowie AußenministerHeiko Maas für David Grossman. Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums Berlin, wird die Preise überreichen.

Der »Preis für Verständigung und Toleranz«
Mit dem »Preis für Verständigung und Toleranz« werden seit 2002 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik ausgezeichnet, die sich auf herausragende Weise um die Förderung der Menschenwürde, der Völkerverständigung, der Integration von Minderheiten und des Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen und Kulturen verdient gemacht haben. Der Preis wird traditionell im Rahmen eines festlichen Dinners gemeinsam vom Jüdischen Museum Berlin und der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V. verliehen.

Die Begründung der Jury:

Susanne Klatten: »Seit vielen Jahren wirkt Susanne Klatten durch ihre Arbeit aktiv und wegweisend an der Bewältigung wichtiger gesellschaftlicher Aufgaben in unserem Land mit. Ihr gesellschaftliches Engagement ist ein bemerkenswertes Beispiel für eine wirkungsorientierte und damit nachhaltig erfolgreiche Philanthropie. Insbesondere ihre SKala-Intitiative setzt sich auf beeindruckende Weise für Menschen ein, die zu einem besseren gesellschaftlichen Miteinander in Deutschland beitragen.«

David Grossman: »David Grossman hat sich nicht nur als Schriftsteller international einen Namen gemacht, sondern ist auch durch seine mutige Teilnahme an den gesellschaftspolitischen Debatten seines Landes hervorgetreten. Das persönliche Engagement für Frieden und relevante gesellschaftliche Fragen, das sich in seinem literarischen Werk und den Beiträgen zu tagesaktuellen Themen widerspiegelt, hat uns bewogen, David Grossman in diesem Jahr mit dem Preis auszuzeichnen.«

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Kunst und Kultur für lebendige Quartiere

Im Oktober nehmen bundesweit zwölf Modellvorhaben im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ ihre Arbeit auf. Diese sind Teil der ressortübergreifenden Strategie „Soziale Stadt“ und des Modellprogramms „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“, für das der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, und die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, im Juni eine Ressortvereinbarung unterzeichnet hatten.
 
Kulturstaatsministerin Grütters betont: „Kunst und Kultur haben die Kraft, Selbstvergewisserung und Zusammenhalt zu stärken. Ich trete deshalb für eine Kulturpolitik ein, die für Freiheit und Vielfalt und zugleich für Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Mit dem Modellvorhaben ‚UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier‘ stärken wir wirksam Soziokulturelle Zentren und damit die Kulturarbeit in benachteiligten urbanen Gebieten. Hier ermutigen wir Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu, das gesellschaftliche Leben vor Ort mitzugestalten. Die ausgewählten Projekte leisten damit einen wichtigen Beitrag, demokratische Überzeugungen zu festigen.“
 
Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Mit der Strategie Soziale Stadt hat sich die Bundesregierung auf ein gemeinsames und ressortübergreifendes Vorgehen für benachteiligte Stadtteile verständigt, denn bauliche Investitionen alleine reichen nicht aus, um benachteiligte Quartiere dauerhaft zu stabilisieren und für gleichwertige Lebensverhältnisse in unseren Städten zu sorgen. Ich freue mich, dass wir jetzt gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zwölf kulturbezogene Projekte starten können.“
 
Ein Fachbeirat hat aus einer zuvor von einer Jury priorisierten Shortlist zwölf Konzepte ausgewählt. Bis September 2022 werden Soziokulturelle Zentren in Berlin, Bremen, Hamburg, Hildesheim, Kassel, Magdeburg, Mannheim, Nürnberg, Oberhausen, Trier, Weimar und Wuppertal mit insgesamt bis zu 6,1 Millionen Euro gefördert, um das kulturelle Angebot ihres Quartiers beziehungsweise Stadt- oder Ortsteils zu verbessern und nachhaltige Strukturen zu schaffen. Verschiedene soziokulturelle Angebote wie beispielsweise künstlerische Aktionen, Foto- oder Theaterwerkstätten sollen die Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier zusammenführen und ihnen Gelegenheit zu Begegnung, Partizipation und eigene Aktivitäten bieten. Die Bundesregierung leistet damit einen kulturellen Beitrag zur Verwirklichung gleichwertiger Lebensverhältnisse, wie es der Koalitionsvertrag und die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ vorsehen. Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. steht den Modellprojekten beratend als Koordinierungsstelle zur Seite.
 
Mit der 2016 vom Bundeskabinett beschlossenen ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt “Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier“ wurde die Grundlage für eine stärkere Verzahnung verschiedener Ressortprogramme gelegt. Hierfür stehen von 2017 bis 2020 jährlich 10 Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung. Für 2019 sind weitere Maßnahmen im Modellprogramm „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ geplant. (PM)
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Rijksmuseum restauriert Rembrandts Nachtwache öffentlich

Das Rijksmuseum in Amsterdam lädt die Öffentlichkeit ein, die Restaurierung der „Nachtwache“, Rembrandts berühmtestes Meisterwerk, zu verfolgen. Die Arbeit beginnt im Juli 2019 und wird während der gesamten Zeit im Museum selbst und auch online zu verfolgen sein.

„Die Nachtwache“ ist das Herzstück der Werke Rembrandts im Besitz des Rijksmuseums. Anlässlich des 350. Todestages des Künstlers zeigt das Rijksmuseum seinen gesamten Bestand von mehr als 400 Werken des Malers in einer Sonderausstellung, die am 15. Februar 2019 eröffnet.

Das Gruppenbild „Die Nachtwache“ wurde 1642 vom Bürgermeister Frans Banninck Cocq in Auftrag gegeben, der gleichzeitig Leiter der Amsterdamer Bürgerwehr war. Es gilt heute als eines der bedeutendsten Kunstwerke der Welt und befindet sich in der eigens dafür eingerichteten „Ehrengalerie“ im Rijksmuseum. Vor mehr als 40 Jahren wurde „Die Nachtwache“, nach einem Angriff auf das Gemälde im Jahr 1975, zuletzt restauriert.

Im kommenden Juli wird „Die Nachtwache“ in eine hochmoderne Glaskammer gehüllt, die vom französischen Architekten Jean Michel Wilmotte entworfen wurde. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Gemälde während der Restaurierung für die Besucher des Museums ausgestellt bleiben kann. Eine digitale Plattform wird es Zuschauern aus der ganzen Welt ermöglichen, den gesamten Prozess online zu verfolgen.

Taco Dibbits, der Generaldirektor des Rijksmuseums, sagt: „Die Nachtwache ist eines der berühmtesten Gemälde der Welt, und es ist die Aufgabe des Rijksmuseums, sich darum bestmöglich zu kümmern. Die Nachtwache gehört uns allen, und deshalb haben wir beschlossen, die Restaurierung im Museum selbst durchzuführen, so dass alle den Prozess auch online verfolgen können.“ (PM)

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Das Times Art Center Berlin (TACB) eröffnet am 30. November 2018 in Berlin als neuer experimenteller Raum für zeitgenössische Kunst aus China. In den vergangenen Jahren ist in China geschaffene Kunst – ob von Künstler*innen aus China oder aus dem Ausland – zu einem wichtigen Teil der globalen Kunstszene geworden. Nun ist es an der Zeit, diese Entwicklung in Berlin stärker sichtbar zu machen. Dazu möchte das TACB, eine dem renommierten Guangdong Times Museum im südchinesischen Guangzhou zugeordnete Organisation, einen Beitrag leisten. Das Times Art Center Berlin stellt einen bedeutenden Teil der chinesischen Kunstwelt vor, der im Westen weniger bekannt und auf dem globalen Kunstmarkt unterrepräsentiert ist – die experimentelle Kunstszene aus dem Perlflussdelta. Die dreiteilige Eröffnungsausstellung „The D-Tale, Videokunst aus dem Perlflussdelta“ wird kuratiert von HOU Hanru und XI Bei, künstlerische Leiterin des TACB.
 
Das Times Art Center Berlin ist eine gemeinnützige Kunstinstitution und hat das Ziel den kulturellen Dialog zwischen Asien und Europa zu fördern. Dazu werden enge Kooperationen mit in Berlin ansässigen Kunst- und Kulturschaffenden und Institutionen angestrebt. Das TACB ist ein unabhängiger und selbstverwalteter Ort und wird neben Ausstellungen, Forschungsprojekten und Auftragsarbeiten auch Filmvorführungen, Diskussionen, Künstlerresidenzen und Publikationen realisieren. Als experimenteller Raum und forschungsorientierte Plattform möchte es die lebendigen Berliner Kunstszenen mit einer Stimme aus dem globalen Süden bereichern.
 
Aus der Perspektive einer asiatischen Kunstinstitution untersucht das Times Art Center Berlin neue Modelle kultureller Migration in Europa und der Welt. Dabei wird sich das Programm längerfristig auf drei Hauptbereiche konzentrieren: So sollen kritische und intellektuelle Rahmenbedingungen für die Präsentation chinesischer Gegenwartskunst in Europa geschaffen und Forschungsaufenthalte für chinesische Künstler unterstützt werden. Die Zusammenarbeit mit lokalen Kunstinstitutionen und Kulturproduzent*innen in Ausstellungen, diskursiven Veranstaltungen und Forschungsprojekten ist ein weiteres Ziel. Darüber hinaus soll im transnationalen Austausch eine intellektuelle und künstlerische Auseinandersetzung zwischen Asien und Europa gefördert werden. Der Idee eines Austausches folgend werden die Ergebnisse und Resultate dieser internationalen Kooperationen auch die Arbeits- und Produktionsweise in Guangzhou beeinflussen.
 
Das Times Art Center Berlin ist eine Initiative des Guangdong Times Museums. Erstmals hat damit ein unabhängiges asiatisches Kunstmuseum eine Parallel Institution im Ausland gegründet. (PM)
 
Times Art Center Berlin 
Potsdamer Straße 87, 10785 Berlin
 

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Mapping the Collection: Neues zweijähriges Forschungsprojekt startet mit einem Blog am Museum Ludwig

Im Juli 2018 hat das zweijährige Forschungsprojekt Mapping the Collection am Museum Ludwig begonnen.  Dank des Terra Foundation Collection Research Fellowship for American Artwird nun die Sammlung US-amerikanischer Kunst vor 1980 in der Sammlung des Museum Ludwig unter neuen Gesichtspunkten erforscht und ausgewertet. Es handelt sich hierbei um ein Forschungsstipendium der Terra Foundation for American Art mit Sitz in Chicago und Paris, die die Erforschung und das Verständnis von US-amerikanischer Kunst weltweit fördert. Erste Ergebnisse werden nun in einem neuen Blog vorgestellt: blog.museum-ludwig.de/

Das Museum Ludwig besitzt eine der wichtigsten Sammlungen US-amerikanischer moderner und zeitgenössischer Kunst außerhalb der USA. Das Fundament für die Museumsgründung legte das Stifter*innenpaar Peter und Irene Ludwig 1976 mit der Schenkung von 350 Werken moderner Kunst an die Stadt Köln. In Deutschland zählte das Sammler*innen-Ehepaar zu den ersten, die in den Jahrzehnten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in den Vereinigten Staaten sammlerisch tätig wurden. Die Nachkriegszeit läutete eine Phase ein, in der US-amerikanische Kunst und Kultur sich immer größerer Beliebtheit in Europa erfreuten und die kulturelle Szene stark beeinflussten. Durch ihre Aktivität als Sammler*innen beteiligten sich die Ludwigs aktiv an dieser Entwicklung. Die Sammlung des Museums verschafft einen guten Überblick über die Entwicklung der Kunst in den Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg und umfasst Werke von einigen der weltweit bekanntesten Künstler*innen, darunter auch Andy Warhol, Roy Lichtenstein, James Rosenquist und Jackson Pollock. Doch das Bild der Kunst, das sich aus dieser Entwicklung ergab und das bis heute mit unserer Vorstellung der US-amerikanischen Kunst verbunden ist, ist zentriert auf die Identität des weißen, heterosexuellen, männlichen Künstlers und dessen formalen und ästhetischen Vorstellungen. Von diesem Bild ausgeschlossen sind Künstlerinnen sowie Artists of Color und alle, die nicht den heteronormativen Standards gerecht werden.

Das Forschungsprojekt Mapping the Collection nimmt die Sammlung, die in ihr vertretenen Kunstwerke und Künstler*innen, ihre sammlungsspezifische Geschichte und Entwicklung in den Blick. Hierbei soll, unter Einbezug der sozialen, politischen und historischen Bedingungen, eine Neubewertung und Erweiterung der Geschichtsperspektiven vollzogen werden. Diese Neubewertung knüpft an künstlerische Perspektiven an, die zu den Diskursen rund um Postkolonialismus, Dekolonisierung und Genderrepräsentation der frühen 1990er Jahre beigetragen haben.

Das Forschungsprojekt gliedert sich in drei Phasen. Die erste betrifft die Sichtbarmachung der Forschungsergebnisse, die ab sofort im Museums-Blog der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Kunstbewegungen, Kunstwerke oder künstlerische Praktiken werden vor dem Hintergrund ihrer historischen, sozialen und politischen Produktionsbedingungen neu betrachtet.

Janice Mitchell, Terra Foundation Research Fellow am Museum Ludwig über ihre neue Aufgabe: „Ich bin seit Juli hier am Museum und habe mir zunächst einen Überblick über die Sammlung der US-amerikanischen Kunst bis 1980 verschafft. Es gibt noch jede Menge zu entdecken. In den kommenden Wochen werde ich mich auf den Abstrakten Expressionismus konzentrieren und neue Querverbindungen, unter anderem nach Mexiko, aufzeigen. Dies alles kann man in unserem Blog mitverfolgen.“

Die zweite Phase des Projekts, die auf diesen Erkenntnissen aufbaut, besteht aus punktuellen Eingriffen in die permanente Sammlungspräsentation, die in diesem Zuge auch kommentiert wird. Dieser Prozess wird binnen zwei Jahren in verschiedenen Räumen der Sammlung sichtbar gemacht.

Als dritte Phase wird, zeitgleich zu den Sammlungsinterventionen in zwei Jahren, eine Konferenz zur Rezeption US-amerikanischer Kunst und Kultur im Nachkriegsdeutschland ausgerichtet. Die Konferenz bringt Wissenschaftler*innen, Kurator*innen und Künstler*innen aus unterschiedlichen Kontexten zusammen. (PM)

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#Meinwanderungsland: Jede Geschichte zählt

Deutschland ist #Meinwanderungsland. DOMiD startete im August ein Projekt, das Geschichten der Migrationsgesellschaft in Deutschland sammelt und teilt. Auf www.meinwanderungsland.de können alle – ob mit oder ohne eigene Migrationserfahrung – ihre Geschichten teilen. Ziel ist es, aktuelle Debatten zu entdramatisieren und zu einer inklusiven Erinnerungskultur beizutragen. Gefördert wird das Projekt durch die Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration Annette Widmann-Mauz.

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Kreative Solidarität – Künstler*innen nehmen Standortsicherung Berlins selbst in die Hand

Die Atelierhaus-Genossenschaft-Berlin (AHGB eG) eröffnet am 14. September 2018 das erste, von Künstler*innen selbst finanzierte Atelierhaus der Stadt. Mit ihrem Engagement in der Genossenschaft machen die beteiligten Künstler*innen deutlich, wie wichtig ihnen der Erhalt des Standortfaktors Kultur in Berlin ist. Denn durch das genossenschaftliche Prinzip mit seiner nachhaltigen Strategie sichern sie sich nicht nur selbst Arbeitsplatz und Ausstellungsraum, sondern erhalten den neu geschaffenen Atelier-Standort in Charlottenburg-Nord auch für nächste Generationen von Berliner Künstler*innen.
 
Künstlerische Arbeit ist ein ernsthaftes Gewerbe, für das auf Dauer sichere und bezahlbare Arbeitsräume notwendig sind. Die steigenden Mieten für Wohn- und Arbeitsraum in Berlin – auch bei Gewerbeflächen entwickeln sich die Mietpreise dramatisch – betreffen die Künstler*innen der Stadt in doppelter Hinsicht. Die aktuelle Umfrage des Instituts für Strategieentwicklung (IFSE) belegt, dass nur 10% der Künstler*innen in Berlin vom Ertrag ihrer künstlerischen Arbeit leben können. Durch die prekäre Lebenslage sind sie zumeist nicht in der Lage, steigende Mietkosten zu tragen und verlieren so buchstäblich ihren Arbeitsplatz. Nach Aussage des Atelierbeauftragten der Stadt Berlin, Dr. Martin Schwegmann, verringert sich die Zahl von bezahlbare Ateliers in der Stadt um etwa 350 pro Jahr, wobei vom Senat geplante Gegenmaßnahmen bedauerlicherweise viel zu langsam Wirkung zeigen.
 
Um dem Ateliernotstand in Berlin durch Eigeninitiative entgegenzutreten, wurde 2015 die Atelierhaus-Genossenschaft-Berlin eG als Initiative des Kunstverein Tiergarten e.V. in Berlin-Moabit vom Architekten Christian Hamm und Ulf Heitmann, einem Vorstandsmitglied der Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe eG, gegründet. Mittlerweile sind knapp 50 Künstler*innen Mitglieder der Genossenschaft.
 
Rund 30 Künstler*innen haben die Mittel und den Mut aufgebracht, im Januar 2017 das Gebäude im Stieffring 7 von einem privaten Eigentümer zu erwerben. Außerhalb des Berliner Zentrums im Norden Charlottenburgs in einem Gewerbegebiet in der Nähe des Flughafen Tegel gelegen, verfügt das in den 1960er Jahren gebaute Gebäude über teilbare Arbeitsräume auf drei Etagen sowie einen Lastenaufzug. Für die kleinste Einheit von 20 qm Atelierfläche war eine Einlage von 8.000 Euro notwendig. Hinzu kommt eine langfristig stabile, monatliche Bruttowarmmiete von 8 Euro pro Quadratmeter. Knapp zwei Drittel der Erwerbskosten werden über eine Berliner Bank finanziert, die der Vorstand der Genossenschaft als Partner für das Projekt gewinnen konnte. Kauf wie Ausbau des Atelierhauses wurden bislang ohne öffentliche Fördermittel oder politische Unterstützung geleistet.
 
Die Eröffnung des „AHGB Haus 1“ in Berlin-Charlottenburg feiert die Atelierhaus-Genossenschaft-Berlin mit offenen Ateliers und einer Einweihungzeremonie, an der auch der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf Reinhard Naumann teilnehmen wird. Für das leibliche Wohl der Besucher*innen ist gesorgt.  (PM)
 
Eröffnung
Freitag, 14. September 2018, 16–20 Uhr

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Grütters fördert neues „fragFINN“-Projekt – frühzeitige Medien- und Nachrichtenkompetenz unabdingbar für demokratische Meinungsbildung

Die Kinderreporterinnen und -reporter des fragFINN e.V. berichten bereits seit 2012 speziell für ihre Altersgruppe über tagesaktuelle Themen. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, stellt in den Jahren 2018 bis 2020 bis zu 240.000 Euro zur Verfügung, damit dieses erfolgreiche Konzept – von Kindern für Kinder und für gesellschaftliche Teilhabe – zu einem eigenständigen bundesweiten Modellprojekt mit einem Schwerpunkt im Bereich Bildung, Kultur und Medien ausgebaut werden kann.
 
Grütters betonte: „fragFINN leistet seit vielen Jahren einen wertvollen und substanziellen Beitrag zum Jugendmedienschutz. Die Idee, die FINNreporterinnen und -reporter als Botschafter für den Qualitätsjournalismus einzusetzen, hat mich sofort überzeugt. So ist sichergestellt, dass diese Inhalte bei der jungen Zielgruppe auch ankommen. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Medien- und Nachrichtenkompetenz und damit insbesondere auch zum demokratischen Meinungsbildungsprozess, wenn junge Menschen sich schon so früh im Leben engagiert einbringen. Es bietet Kindern zudem ganz im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention die Möglichkeit, aktiv am kulturellen Leben und gesellschaftlichen Diskurs teilzuhaben. Ich freue mich daher sehr, den fragFINN e.V. hierbei zu unterstützen.“
 
Mit dem Modellprojekt erhalten die FINNreporterinnen und –reporter – wie sie offiziell heißen – eine professionelle journalistische Ausbildung, vor und hinter der Kamera. Ihre Reportagen werden online unter anderem auf www.fragFINN.de verfügbar sein. Der gemeinnützige Verein fragFINN e.V. engagiert sich für einen positiven Jugendmedienschutz sowie für die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern. Er wird von namhaften Unternehmen und Verbänden der Telekommunikations-, Internet- und Medienbranche getragen. fragFINN startete 2007 und ist Teil der Initiative „Ein Netz für Kinder“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Hauptprojekt des Vereins, die Suchmaschine für Kinder www.fragFINN.de, mit mittlerweile rund 5.000 geprüften Online-Angeboten bietet einen beständig aktualisierten geschützten Surfraum für Kinder von sechs bis zwölf Jahren und die Möglichkeit zur barrierefreien Text- und Bildersuche. (PM)

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Kulturstaatsministerin Grütters und Bundesinnenminister Seehofer stärken die Soziokultur im Quartier

Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Horst Seehofer, und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Monika Grütters, haben mit der Unterzeichnung einer Ressortvereinbarung für das Modellvorhaben „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ ein gemeinsames Vorgehen für die kommenden vier Jahre zur Umsetzung der ressortübergreifenden Strategie „Soziale Stadt“ vereinbart. Es ist in diesem Bereich das erste ressortübergreifende Vorhaben der beiden Häuser. Ziel der Strategie ist es, bauliche Investitionen der Städtebauförderung in einem fachübergreifenden Schulterschluss mit Maßnahmen und Programmen anderer Ressorts zu verbinden.
 
Mit „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ werden zwölf Modellprojekte gefördert, die nachhaltige Strukturen im Kulturbereich unter Einbeziehung kultur- und medienferner Gruppen schaffen wollen, so dass alle lokalen Akteure ihr Potenzial zur Mitgestaltung an der Stadt- und Ortsteilentwicklung wirksam entfalten können.
 
Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Teilhabe am Kulturleben ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, unser gesellschaftliches Leben mitzugestalten. Daher muss der Zugang zu Kunst und Kultur jedem einzelnen möglich sein, unabhängig von sozialer Lage und Herkunft. Das Projekt ‚UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier‘ stellt kulturelle Vermittlung und Stadtteilarbeit in den Mittelpunkt und ist ein Schwerpunkt zukunftsgerichteter Kulturpolitik. Es wird eine wichtige Rolle dafür spielen können, dass wir als heterogene, vielfältige Gesellschaft zusammenwachsen.“
 
Bundesminister Seehofer: „Hiermit unterstützen wir bundesweit Nachbarschaften mit großen sozialen Integrationsanforderungen noch besser. Die von uns getätigten baulichen Investitionen zur Städtebauförderung sind wichtig, mit ihnen alleine ist es aber nicht getan. Deshalb setzen wir den Koalitionsvertrag um und führen die ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt fort. Kunst und Kultur prägen unsere kulturelle Identität, leisten einen entscheidenden Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und zur Integration. Ich bin froh, dass wir so kurz nach dem Inkrafttreten des Bundeshaushalts 2018 dieses Modellvorhaben für die Quartiere und die dort lebenden Menschen starten können.“
 
Insbesondere in Quartieren mit besonderen sozialen Anforderungen hat ein erheblicher Teil der Bevölkerung bisher wenige oder keine Berührungspunkte zu den Angeboten der Kunst- und Kultureinrichtungen. Ein wesentliches Ziel der Aktivitäten von BKM und BMI besteht deshalb darin, auch solche Menschen zu erreichen, deren Partizipation an Kunst und Kultur bislang gering ist. Jeder soll die Chance bekommen, sich Kultur und kulturelle Angebote zu erschließen – unabhängig von individuellen Fähigkeiten, von ethnischer oder sozialer Herkunft sowie von Geschlecht oder Alter.
 
Die Modellstandorte werden von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. ausgewählt. Im Rahmen der Modellprojekte sollen strukturelle Veränderungsprozesse angestoßen sowie Zugangsbarrieren zu kulturellen Angeboten abgebaut werden. Ein wesentliches Ziel ist es, mit verschiedenen künstlerischen und medialen sowie soziokulturellen Angeboten, Aktionen und Aktivitäten Menschen aus vor allem benachteiligten Stadt- und Ortsteilen zusammenzuführen.
 
Das Modellvorhaben wird von Oktober 2018 bis Dezember 2022 durch BMI und BKM gefördert. Es ist Teil des BMI-Programms „Modellvorhaben Miteinander im Quartier – Förderung ressortübergreifender Maßnahmen in der Sozialen Stadt“, mit dem in den kommenden Jahren jährlich 10 Mio. Euro zur Verfügung stehen.
 
Mit „Verbraucher stärken im Quartier“ (gemeinsames Programm mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz) und „Jugendmigrationsdienste im Quartier“ (gemeinsames Programm mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) befinden sich zwei Modellvorhaben bereits in der Umsetzung. Weitere ressortübergreifende Förderungen in Städtebaufördergebieten der Sozialen Stadt sind vorgesehen. (PM)

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PLATFORM: Workshops für Bildende Künstler und Kulturmanager

Vom 11. Oktober bis 4. Dezember 2018 finden maßgeschneiderte Seminare und Workshops für Bildende Künstler und Kulturmanager in der PLATFORM statt. Erfahrene Experten aus der Praxis geben ihr Wissen in halb- und ganztägigen Formaten weiter. Ziel der Akademie ist es, Bildende Künstler und Kulturmanager zu qualifizieren und in ihrer Selbstständigkeit zu stärken. Angeboten werden Seminare und Workshops aus den Themenfeldern: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, rechtliche Fragestellungen, Betriebswirtschaft, Finanzierung, Softskills und Kunstvermittlung. Neben Themen wie effektives Projektmanagement und Künstlersozialversicherung stehen auch die sozialen Medien wieder im Fokus der Akademie: Wie nutze ich Social Media für mich? Wie kann ich ein Video einfach selbst erstellen? Wie kann ich meine digitale Präsenz optimieren? Diese und weitere Fragen werden praxisnah beantwortet.

Programm und die Anmeldungunter www.platform-muenchen.de/akademie .

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Ausschreibung Projekt: „Gemeinsam unterwegs? Geschichte(n) der Migrationsgesellschaft“

Praktikant*innen gesucht für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (PR)

Wenn ihr ein Teil des DOMiD Teams werden wollt, bewerbt euch bitte mit Motivationsschreiben und Lebenslauf als PDF per E-Mail.

Gebt bitte den konkreten Zeitraum an, in dem das Praktikum erfolgen soll (mindestens drei Monate im Rahmen eines BA oder MA Studiums), sowie den genauen Bereich (Archiv / operativer Bereich/ Projektarbeit).

Download: Ausschreibung Praktikum PR Projekt

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Next Library® Conference – Internationale Zukunftskonferenz für Öffentliche Bibliotheken vom 12. bis zum 15. September 2018 an der Amerika-Gedenkbibliothek.

Um die zukünftige Rolle von Öffentlichen Bibliotheken auszuloten, treffen sich in Berlin 400 internationale Konferenzteilnehmer*innen aus 38 Ländern und den Bereichen Bibliothek, Politik, Kultur und Bildung. Was die Next Library® Conference besonders auszeichnet, ist das ungewöhnliche Format. Die Konferenzthemen werden durch die Teilnehmer*innen bestimmt, vorab werden Motto und wichtige Fragen in der „Next-Library®-Community“ online und weltweit diskutiert. So entstehen die Konferenzschwerpunkte. Es geht in Berlin um (Digitale) Lese- und Medienkompetenz, den (Arbeits-)Ort Bibliothek, die Stadtgesellschaft, um das Berufsbild in der Zukunft und den Umgang mit Umbrüchen und Transformationsprozessen in Öffentlichen Bibliotheken. Die kostenpflichtige Konferenz war nach wenigen Tagen ausverkauft – ein Zeichen dafür, für wie wichtig diese Themen weltweit in Bibliotheken gehalten werden. Auch das Campusformat ist Programm. An der Amerika-Gedenkbibliothek wird ein eigener Konferenzcampus aufgebaut, der den Möglichkeitsort, der Öffentliche Bibliotheken heute ausmacht, symbolisieren wird.

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