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Artist of Sharing

Costantino Ciervo – Teilhabe und Partizipation via App

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Kann eine App digitale Teilhabe, Partizipation und mehr Demokratie in unserer Gesellschaft bewirken? Der Künstler Costantino Ciervo ist davon überzeugt, dass Kunst und Kultur die Gesellschaft zugunsten eines Gemeinwohls verändern, zumindest aber beeinflussen können. Seine App SEND PROTEST ist ein partizipatorisches Kunstprojekt und experimentiert auf globaler Ebene mit den Möglichkeiten einer aktiven Beteiligung und der Sensibilisierung der kollektiven Empörung gegen Missstände in Bezug auf das Gemeinwohl, die uns umgeben.

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Vadim Zakharov – Die Methode „Shivas“

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Vadim Zakharov lehrt uns, wie sinnfällig und gleichermaßen hinfällig Kategorien sind. Er agiert als Sammler, Archivar, Verleger oder Kurator und doch immer als Künstler. Als Künstler stellt er jedoch nicht die unterschiedlichen Tätigkeiten als abstrahierte oder konkrete, konzeptuelle künstlerische Aktionen vor, sondern lebt all diese „Rollen“ und führt sie mit der eigenen notwendigen Konsequenz aus. Diese professionellen Tätigkeiten haben ein Gemeinsamkeit: Sie wirken vorrangig in eigenen Ordnungssystemen, die wiederum zu jeweiligen Kategorisierungen beitragen. Wie lassen sich all diese Kategorisierungen unterlaufen? Wie der Philosoph Boris Groys hervorhebt, “übernimmt Vadim Zakharov alle Arbeiten des Kunstsystems – Künstler, Kurator, Kritiker, Designer, Verleger, Biograph, Archivar, Dokumentarfilmer, Historiker und Dolmetscher -, um seine kulturelle Autonomie zu bestätigen.“ (Boris Groys, „Das Versprechen der Autonomie“, in Vadim Sakharov: 25 Jahre auf einer Seite, Tretjakow-Galerie, Moskau 2006)
Für sein Video-Archiv nutzt Vadim Zakharov die formalen Ordnungssysteme der Akte und des Ordners, gestaltet sie aber als ein animiertes System, in dem das Publikum Zeit hat, zu sehen oder seine Erfahrungen mit einer Gemeinschaft zu teilen. Das Archiv umfasst 25 Jahre Moskauer Konzeptkunst mit über 230 Filmen von Solo- und Gruppenausstellungen in Russland sowie im Ausland von 1989 bis 2014. Sein jüngstes Projekt „Artist to Artist“ begann der Künstler Vadim Zakharov mit einer Einladung an die Kunstwelt, eine unbenannte Zeichnung gestalterisch frei zu kommentieren. Die künstlerischen Reaktionen auf das Kunstwerk waren in der Ausstellung „Eine Arbeit – 35 Kommentare“ im Oktober 2016 vereint.

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Jenny Brockmann – Geteilte Archive

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In Form von Skulpturen, interaktiven Raumanordnungen sowie Gedankenskizzen forscht Jenny Brockmann seit Jahren zu dynamischen, räumlichen und sozialen Prozessen sowie zu Abläufen in der Natur. Ihre Arbeiten sind Ausgangspunkt für philosophische Diskurse und Fragestellungen zu menschlichen Verhaltensmustern sowie Gesellschaftsstrukturen.

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Stephan Kurr – Gemeinsam Bewegen

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„Artist of Sharing“ Stephan Kurr bewegt im öffentlichen Raum

Es sind zumeist gruppendynamische Gegebenheiten, die den in Berlin lebenden Künstler veranlassen, durch künstlerische Interventionen gesellschaftliche Strukturen aufzuzeigen. So hinterfragte er beispielsweise den Wert von Arbeit als Künstler, aber auch in der Gesellschaft, kreierte Kunstwerke als „Take Away“-Puzzle und initiiert immer wieder künstlerische Aktionen im öffentlichen Raum. Ein Projekt, das 2013 begann, ist „Eine gemeinsame Bewegung“, das er am besten selbst vorstellt:

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Tarsh Bates – Candida

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Die erste „Artist of Sharing“ ist die Australierin Tarsh Bates.

Tarsh Bates arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Als Doktorandin im Labor für künstlerische Produktion, SymbioticA, School of Anatomy, Physiology & Human Biology der Univertsity of Western Australia, setzt sie sich umgehend mit Candida albicans, einem Hefepilz, auseinander. In Berlin sind ihre Arbeiten bis zum 30. April 2016 bei Art Laboratory im Rahmen der Gruppenausstellung „The Other Selves. On the Phenomenon of the Microbiome“ zu sehen.

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