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Wahrscheinlich vertrauenswürdig – Adrian Piper im Hamburger Bahnhof

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Perfektes Museumswetter, grau und verregnet. Eingetaucht in trübes Licht, erscheinen mir die Dinge seltsam einerlei an diesem Sonntagnachmittag in Berlin. Die Konturen lösen sich auf, die Orientierung dämmert weg. Zeit für eine klare Haltung – und ein perfekter Anlass, um sich im Hamburger Bahnhof die aktuelle Adrian-Piper-Ausstellung anzusehen: „The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1- 3“.

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Das Besondere im Normalen

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„Als Vertreter der Generation, die alles von etwas weiß, habe ich auch eine Verantwortung für die junge Besuchergeneration, die von allem etwas weiß“, betonte Paul Spies. Daher sei es eine Selbstverständlichkeit, die digitalen Medien in eine Ausstellung einzubeziehen,
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Brücken bauen: Zentrales Migrationsmuseum in Köln

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Bereits der Museumskomplex ist als symbolstarke Metapher gedacht: So soll den Plänen zufolge eine Fußgängerbrücke den Rhein überspannen von der Köner Innenstadt zur „Schäl Sick“, wie der Volksmund die rechtsrheinischen Stadtteile nennt, in denen heute viele Migrantenfamilien leben. Das Museum soll in einem architekonischen Solitär im Herzen der Domstadt seine Heimat finden. Wo genau das Quarier entstehen wird, ist erst noch festzulegen.

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Ein digitaler Musenkuss

Roman Lipski, Unfinished I, 2016, Acryl auf Leinwand, 238 x 303 cm. Foto von Hans-Georg Gaul
Sinnlich, schön, geduldig, verständnisvoll. Ein bisschen Mutter, ein bisschen Managerin und vor allem: dem Meister eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Mit dieser überkommen Vorstellung hat die Muse Roman Lipskis wenig gemein. Sie ist eher kühl berechnend als mitfühlend.
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Viva Arte Viva

Christine Macel
"Es lebe die Kunst" - Unter diesem Motto hat am Montag in Venedig Christine Macel ihr Konzept für die Biennale di Venezia bekanntgegeben. Auch machte sie die Liste der 120 Künstler aus 84 Ländern publik, deren Arbeiten dort
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Miteinander kultivieren – Gemeinschaftsgärten in Mailand

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Erst ist da dieser Geruch von Rosmarin und Lavendel, vermischt mit dem zarten Parfüm von Rosen. Riesige Zitronenmelisse-Büschel überwuchern die hölzerne Randfassung eines Hochbeetes. Zwei Mütter mit ihren Kindern ernten Zucchini, Tomaten, Auberginen und Salate, rupfen Unkraut, harken die Beete. Im Schatten der Eiben laden Tische und Bänke zum Verweilen ein. Soweit kein verwunderlicher Anblick, läge der „Orto“, wie Italiener ihre Schrebergärten nennen, nicht mitten im Herzen von Mailand, in der Via Marco dei Marchi. Eine grüne Idylle also dort, wo sonst grauer Beton und elegante Großstädter das Gesicht des Viertels prägen.

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Von alternativen Kunsträumen lernen

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Derzeit wird viel nachgedacht, diskutiert und debattiert über Neukonzeptionen für Museen und Kulturinstitutionen für das 21. Jahrhundert, die sowohl globale Zusammenhänge adäquat wie zeitgemäß neu sortieren, präsentieren und vermitteln als auch durch Öffnung die Teilhabe einer großen Allgemeinheit
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Welches Gehäuse braucht die Kunst?

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„Schneller, höher, weiter“. So entwickelt sich der Kunstmarkt. Was jene, die einen kommerziellen Maßstab anlegen, jubeln lässt, beobachtet Alexander Ochs seit vielen Jahren mit Skepsis. In seinem Impulsvortrag am 25. November in der Berliner St. Pius-Kirche zog Ochs
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