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Von alternativen Kunsträumen lernen

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Derzeit wird viel nachgedacht, diskutiert und debattiert über Neukonzeptionen für Museen und Kulturinstitutionen für das 21. Jahrhundert, die sowohl globale Zusammenhänge adäquat wie zeitgemäß neu sortieren, präsentieren und vermitteln als auch durch Öffnung die Teilhabe einer großen Allgemeinheit an Kultur schaffen sollten. Vielfach werden flexiblere Strukturen sowohl intern als auch nach außen hin hierbei als notwendig erachtet, wie diese zu realisieren seien bleibt jedoch bisher vage. Einige alternative Kunsträume haben das umgekehrte Dilemma: Sie erhalten sich mühsam ihre flexiblen Strukturen, ermöglichen die Teilhabe vieler, oft anderer Personenkreise als die in etablierten Häusern, müssen sich aber oft in irgendeiner Form institutionalisieren, um überhaupt weiterhin existieren zu können. Das Kunsthaus KuLe sucht umgeben von Kulturinstitutionen in Berlin Mitte nach Lösungen, wie derartige Fusionen gelingen können.

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Welches Gehäuse braucht die Kunst?

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„Schneller, höher, weiter“. So entwickelt sich der Kunstmarkt. Was jene, die einen kommerziellen Maßstab anlegen, jubeln lässt, beobachtet Alexander Ochs seit vielen Jahren mit Skepsis. In seinem Impulsvortrag am 25. November in der Berliner St. Pius-Kirche zog Ochs
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Bauhaus macht Schule

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„Auch das Bauhaus war einmal eine innovative Schule, bevor es zum Museum wurde“, erinnert Angelika Tischer, Leiterin der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung bei der Berliner Senatsverwaltung für Bildung. Heute macht das Bauhaus wieder Schule: Acht Mittler – Agenten genannt
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Kunstgeschichte(n) – Ausstellung Postwar im Münchner Haus der Kunst

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Im ersten Moment erinnert sie an eine Klagemauer, die Stellwand im Münchener Haus der Kunst. Eine Klagemauer, die übersät ist mit Porträts. Ein längliches Gesicht bildet das Zentrum dieser Gemälde-Wand: das „Self-Portrait of Suffering“ von Ibrahim El-Salahi. Der 1930 geborene sudanesische Künstler, heute einer der wichtigsten Vertreter der afrikanischen und arabischen Moderne, schuf es 1961. Damals war in Europa und den USA kaum jemandem bewusst, dass auch der „Rest der Welt“ Kunst hervorbringt. 16 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war New York der Nabel des Geschehens – und die westliche Kunstszene drehte sich im rasanten Tempo um diesen neuen Fixpunkt.

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Institution in Transiton – Interview mit Elke aus dem Moore (ifa)

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Please scroll down for the English version Frau aus dem Moore, in Ihrer Rolle als Leiterin der Abteilung Kunst des ifa verfolgen Sie ein ganz eigenes kuratorisches Konzept. Wie hat sich das entwickelt? Sie waren ursprünglich ja selbst als Künstlerin tätig.

Institutionen bedeuten einerseits Beständigkeit und erfordern dennoch ein permanentes Um- und Neudenken von Programmen und Formaten. Ich glaube an das Potenzial von Kunst in gesellschaftlichen Transformationen und bin mir sicher, dass Institutionen hier wegweisend sein können. Wir leben in einer Zeit des Wandels und es ist äußerst spannend, diesen mitzugestalten. Institutionen müssen sich öffnen, um Orte des gemeinsamen Denkens, Entwerfens und Handelns zu werden. Die dringlichen Fragen und Erfordernisse in einer Zeit des Wandels habe ich übrigens auch in einem institutionellen Manifest reflektiert.

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